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Von Volos über Lamia nach Kokkino Nero

18 Nov

Die Nacht ist ruhig und angenehm warm.

Die Sonne scheint schon früh am Morgen und im Nu ist es draußen T-Shirt-tauglich.
Wir bleiben heute länger in den Federn und lassen es ruhig angehen, die letzte Nacht auf der Fähre steckt noch immer in den Knochen.
Nach dem Frühstück machen wir einige Besorgungen in der Stadt, dann fahren wir zurück auf die N 1 und ziehen weiter in Richtung Norden.
Gestern 20 Grad, heute immer noch 18, bei strahlender Sonne, das ist ideales Reisewetter.

Es geht zügig voran, die Autobahn ist relativ neu und gut ausgebaut, mancherorts gar dreispurig, kilometerlang gesäumt von Straßenlaternen, welch eine Verschwendung.
Nun, preisgünstig ist sie ja nicht gerade, gestern mussten wir schon fast 45 Euro Maut bezahlen, heute noch einmal 15, das sorgt dafür, daß sie gähnend leer ist, viele fahren einfach draußen auf der alten, aber kostenlosen Nationalstraße weiter.

Griechenland ist hier in der Gegend landwirtschaftlich geprägt, weitläufige Felder sind zu sehen, meist schon abgeerntet, mancherorts sind noch Erntemaschinen auf den Baumwollfeldern unterwegs. Nur noch selten gibt es hier Olivenhaine.

Die Landschaft wechselt immer wieder mal von flachen Ebenen mit Bergen im Hintergrund zu leicht hügeligen Gegenden.
Immer wieder ist auf der rechten Seite das Ägäische Meer zu sehen.
Später endet die Autobahn für kurze Zeit und wir durchfahren ein steil abfallendes, tief in die Berge eingeschnittenes Tal.
Das Herbstlaub leuchtet farbenfroh in der Nachmittagssonne, – Indian Summer.

Dann fällt uns ein, daß wir vor etwa acht Jahren schon mal in dem kleinen Dörfchen „Kokkino Nero“, direkt am Ägäischen Meer übernachtet haben, total ruhig und abgelegen, verschlafen und irgendwie noch aus einer anderen Zeit, weit verstreut stehen die Häuser in den Hügeln oberhalb des Meeres.
Spontan fahren wir dort hin und werden über Nacht dort bleiben, der schattige Platz unter den riesigen Platanen ist uns noch gut in Erinnerung.
( N 39° 50´01.8″ E 022° 47´48.6″ )

Die Küche der Fischtaverne, in der wir damals so gut gegessen haben, ist leider geschlossen, es ist schließlich November, der Ort absolut verlassen, aber der Wirt und ein paar Einheimische sitzen um den warmen Holzofen in der Taverne. Wir setzen uns auf ein Gläschen Retsina dazu.

Tagesetappe:   125 km                    Gesamtstrecke:   1.912 km

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Verfasst von - 18. November 2015 in Allgemein

 

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