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Von Kokkino Nero über Thessaloniki nach Nea Peramos

19 Nov

Die Nacht ist unglaublich still, nichts ist zu hören, selbst das Meer liegt wie Öl, in der Luft liegt der Geruch von Holzfeuern, hier oben im nördlichen Griechenland sind die Nächte doch schon wesentlich frischer als im Süden, auf Kreta.

Die frühe Morgensonne jedoch bringt den Tag schnell auf erträglich warme Temperaturen.
Bis wir nach Frühstück und Morgenspaziergang los kommen, ist es schon wieder 11 Uhr, naja, es eilt nicht wirklich.

Der Weg zurück zur N 1 führt uns durch eine recht ärmliche Gegend, nur vereinzelt sind Gehöfte zu sehen, zudem in keinem sonderlich guten Zustand, viel Landwirtschaft ist hier in dem hügeligen Land nicht möglich, in der schmalen Ebene sind vereinzelt Kiwi-Plantagen zu sehen, ansonsten ein paar abgeerntete Getreidefelder.
Erst später, weiter im Norden wird es wieder richtig landwirtschaftlich, Baumwollfelder und riesige Stoppeläcker, und als wir uns Thessaloniki nähern, verdunkelt sich irgendwie der Himmel, zuerst sieht es aus, wie eine Nebelfront, doch bald riechen wir es auch, – Rauch, hier brennen -zig Stoppeläcker, die Strohrückstände werden einfach abgefackelt, das gesamte Land liegt unter einer neblig trüben Dunstglocke, sie zieht viele Kilometer übers Land und selbst die Stadt bleibt davon nicht verschont.

Thessaloniki lassen wir links liegen, ein Blick aus der Ferne reicht uns, Industriemoloch, Häusermeer, dichter Verkehr, der widerliche Gestank der örtlichen Raffinerie und die Dunstglocke, die über der Stadt hängt, laden nicht wirklich zu einem Besuch ein.

Ab Thessaloniki ändern wir die Richtung, lets go east, heißt nun die Devise für die nächsten Tage.
Zunächst noch etwa 300 Kilometer bis zur türkischen Grenze und danach durch die gesamte Türkei und ein Stück Iran, bevor es dann nach Süden geht.
Vorbei an der Chalkidiki-Halbinsel mit ihren drei Fingern Kassandra, Sithonia und der Mönchsrepublik Athos mit dem gleichnamigen, heiligen Berg, verlassen wir bei Nea Kardilia die N 2 und fahren auf der Suche nach einem Nachtplatz an der Ägäisküste entlang.
Wunderschöne Stellplätze direkt am Meer gibt es genügend, aber mit einer Ortschaft oder gar einer passenden Taverne sieht es reichlich schlecht aus, hier hat man Ferienhaussiedlungen wie Pilze aus dem Boden wachsen lassen, jetzt im Herbst ist alles ausgestorben, niemand ist zu sehen.

Erst in Nea Peramos werden wir fündig, entlang der Hauptstraße gibt es viele Cafes und Tavernen, das Städtchen ist ganz nett und ruhig, wir finden zentrumsnah einen asphaltierten Stellplatz, ruhig und hell, direkt an der Uferpromenade, genau das, was wir gesucht haben. ( N 40° 50´29.0″ E 024° 18´20.4″ )
Den Abend verbringen wir in einer netten Taverne bei Fisch und Wein, der Wirt spricht deutsch mit uns, WiFi gibts auch, -was will man mehr ?

Tagesetappe:   283 km                    Gesamtstrecke:   2.195 km

 

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Verfasst von - 19. November 2015 in Allgemein

 

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