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Von Kangan nach Bandar Charak

19 Dez

28. 09. 1394

Nun ja, das Knattern der Mopeds geht am Abend schon noch ziemlich lange, und auch heute früh geht es um halb sieben schon wieder los.
Ansonsten ist die Nacht angenehm mild und der Morgen schon gegen 9 Uhr mit 22 Grad ziemlich warm.
Toll, endlich sind wir im Sommer angekommen, – Fenster und Türen auf, – T-Shirts raus, – und los gehts.
(Naja, mal lieber in der Einzahl bleiben: T-Shirt raus, – Heike muß sich ja weiterhin „züchtig bedecken“ und ihren langen Kittel und das Kopftuch tragen, egal, wie warm es ist).

In der Stadt kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten, dann fahren wir zurück auf die 96 mit Endziel Bandar Abbas.
Heute kommen wir durch die iranischen Gas- und Ölfördergebiete am Persischen Golf.
Schon bald sind überall die brennenden Gasfackeln zu sehen, – die Luft ist ziemlich diesig, – und gut riechen tuts nun auch gerade nicht.
Rechts, zum Meer hin, riesige Verarbeitungsanlagen, so weit das Auge reicht, – Tanklager und petrochemische Werke, – draußen auf dem Meer liegen unzählige Riesentanker, die das schwarze Gold in alle Welt bringen.
Links, zum Land hin,  zwischen wild zerklüfteter Landschaft, immer wieder kleine Dörfer mit ihren weithin sichtbaren, fein hergerichteten Moscheen, – meist vor schroffen Felsen aus buntem Gestein, – kleine Palmenoasen, – manchmal auch ein paar Felder, hier ist Tomatenland, – wenn schon mal ein grün leuchtendes Feld, dann ein richtig großer Tomatenacker, ein Stück weiter auch Folientunnel dazwischen, Wassermelonen werden darunter gezogen.
Standesgemäß findet unsere Mittagspause heute im Schatten einiger Bäume, direkt neben einem Tomatenacker statt, die Pflanzen tragen viele Früchte, allerdings sind sie meist noch nicht erntereif, die paar Roten allerdings, die Reza dort rausfischt, schmecken köstlich.

Die Landschaft wird später fast afrikanisch, Savanne, trockene, aufgeplatzte Böden mit wenig Vegetation, nur vereinzelte Akazienbüsche stehen auf dem kargen Land.
Außerhalb der Dörfer sehen wir kleine, runde, spitzhaubige Gebäude. Es sind unterirdische Wasserspeicher, in der Regenzeit wird in ihnen das Wasser gesammelt, damit die Menschen hier über die lange Trockenzeit im Sommer kommen.

Die Dimensionen im Land sind riesig, Bandar Abbas ist noch immer fast 300 km entfernt, als wir gegen Abend nach Bandar Charak abbiegen, um am Strand einen Park mit Übernachtungsmöglichkeiten zu suchen. Es klappt. Gleich nach dem Ortsanfang weist ein Schild auf den „Coastal-Park“ hin.
Wir sind angenehm überrascht, als wir ankommen, ein schöner, kleiner Park mit angenahmen Stellmöglichkeiten auf der Meerseite, direkt vor einem langen, sauberen Sandstrand.
Reza findet seinen „Zeltplatz“ direkt nebenan im Park, wir finden nur wenige Meter weiter einen kleinen Kebab-Grill, wo wir uns später alle drei zum Abendessen niederlassen. ( N 26° 43´40.7″ E 054° 16´44.8″ )

Tagesetappe:   276 km                    Gesamtstrecke:   7.178 km

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2 Kommentare

Verfasst von - 19. Dezember 2015 in Allgemein

 

2 Antworten zu “Von Kangan nach Bandar Charak

  1. Katharina

    24. Dezember 2015 at 14:17

    Hallo Hermann und Heike,
    ich wünsche euch schöne Weihnachten, auch wenn das dort, wo ihr gerade seid, vermutlich nicht gefeiert wird. 🙂

    Mit Interesse verfolge ich eure Reise und wünsche auch weiterhin kalo taxidi!
    Katharina

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  2. Jutta Bellmann

    25. Dezember 2015 at 0:20

    Tapfer durch den Schnee gekämpft – wir sind richtig stolz auf Euch 3!

    Frohe Weihnachten , kommt gut ins Neue Jahr – Jutta und Siggi

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