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Tag 2 in Bandar Abbas

22 Dez

01. 10. (Dey) 1394

Der Abend ist wieder voller Menschen und entsprechend laut, – aber irgendwie gewöhnen wir uns daran, – finden sogar zeitweise Gefallen an dem bunten Treiben.
Die Nacht ist ruhig, am Morgen bleibt wir ein wenig länger in den Federn, – nichts eilt heute.

Eventuell wollen wir heute noch einmal Geld tauschen, die Tickets und die Hafengebühren zahlt man besser in iranischen Rial, die amtlichen Kurse, die man dort für Euro und Dollar angesetzt bekommt, spotten jeder Beschreibung.
Cristian telefoniert rum und versucht die beste und günstigste Fährverbindung zu erfahren.
Am Ende wird es doch nichts mit der kürzeren und günstigeren Passage von Bandar Lengeh direkt nach Dubai. Die offensichtlich kleinere Fähre wird zur Zeit nicht eingesetzt, weil das Wetter im Persischen Golf nicht stabil genug sei, es geht tatsächlich nur diese eine Fähre (Hormuz 12 der Valfajr Shipping Co.) von Bandar Abbas nach Sharjah, und zwar morgen und wir kommen mit.
Cristian konnte tatsächlich einen besseren Preis für unseren HerrMAN aushandeln, anstatt der Offerte für 700 US-Dollar, die wir schon in Shiraz bekommen hatten, müssen wir nur 600 US-Dollar zahlen, zudem können wir bei der Ankunft in Sharjah in US-Dollar oder AE-Dirham zahlen, also nochmal Geld tauschen fällt damit auch aus.

Prima, somit ist alles für heute erledigt und wir haben Zeit.
Mit Stadtbesichtigung oder Bazarbummel wird es allerdings nichts, mein seit Tagen heftig geschwollener und schmerzender Fuß will einfach nicht besser werden, ich schone ihn heute mal ein wenig, so geben wir uns dem Müßiggang hin.
Das Wetter dazu passt prima, die Nächte sind mit 19 Grad ziemlich mild, am Tag scheint die Sonne vom blauen Himmel und das Quecksilber steigt auf angenehme 26 Grad.

Wir beobachten das Treiben im Park und am Strand, es ist ein ständiges Kommen und Gehen.
Die Iraner sind sportlich, schon in der Morgendämmerung joggen oder walken sie am Strand entlang, fahren Mountainbike, gehen spazieren oder treffen sich zur Morgengymnastik an den Trimmgeräten, die eigentlich in jedem Park aufgebaut sind. Es sieht für uns schon ziemlich ungewöhnlich aus, wenn eine tief verschleierte, mit dem Shador bekleidete Frau am „Butterfly“ ihre Übungen macht oder die Hantelstangen stemmt.

Am späten Nachmittag nimmt der Zulauf dann merklich zu, Händler bauen langsam ihre Stände auf, Wasserpfeifen und Süßigkeiten werden angeboten, Frauen in bunten Tüchern legen Teppiche auf dem Boden aus und bauen ihre Garküchen auf, sie backen Crepes-ähnliche Fladen mit einer würzig-scharfen Füllung aus Irgendwas.
Eine von ihnen hat sich direkt neben uns niedergelassen, entsprechend geht es draussen zu, es sieht irgendwie aus, wie in einem Lager, eine Menge Leute stehen oder sitzen um die Garküche, essen, trinken und ratschen miteinander, wir mittendrin, probieren die Crepes, Heike lässt sich eine Wasserpfeife reichen, junge Frauen setzen sich zum Plauschen zu uns, es macht einen Heidenspaß.

Doch irgendwann müssen wir ins Bett, morgen werden wir etwas früher aufstehen, ein anstrengender „Grenztag“ steht uns bevor.

Tagesetappe:   0 km                    Gesamtstrecke:   7.493 km

 
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Verfasst von - 22. Dezember 2015 in Allgemein

 

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