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Von Sharjah nach Dubai

26 Dez

Der Morgen ist wolkenverhangen, tiefschwarz und bedrohlich zieht eine Front vom Meer herein.
Ein Uniformierter kommt auf dem Fahrrad vorbei um uns mitzuteilen, daß die Zollabfertigung ab 9 Uhr geöffnet sei.

So beginnen wir unseren Weg durch den Papierdschungel…..
……und draussen beginnt es zu regnen !! Ja kanns denn wahr sein, wir hier in Dubai und schon regnets, das hatten wir nicht auf dem Plan !

Zunächst marschieren wir drei Fahrer mit unseren Papieren zur Pforte am Hafenausgang, dort erklärt man uns, was zu tun sei.
Ein junger Zöllner fährt mit uns in einem Landcruiser zurück zu unserem Stellplatz, sieht sich die Fahrzeuge an und kontrolliert die Fahrgestellnummern.
Wieder zurück an der Pforte marschieren wir zum Zollgebäude, dort wird das Carnet und die Papiere gesichtet, in Listen eingetragen und weitere Formulare ausgefüllt.
Zwischenzeitlich können wir uns am Geldautomaten mit Landeswährung versorgen, – gestern waren die Automaten im abgeschlossenen Zollgebäude nicht zugänglich.
An zwei weiteren Schaltern haben wir unsere Gebühren zu zahlen, so gegen 12 Uhr sind wir so weit erst mal fertig und können zurück, als Nächstes müssen die Fahrzeuge durch den Scanner.

Heike und Aspros bleiben auf unserem Stellplatz zurück und halten sich „bedeckt“, neben dem Scanner rumstehen wäre zu auffällig.
Das Scannen dauert etwa 30 Minuten, dann müssen wir zurück zu einem Container nahe unserem Stellplatz, um den Stempel für den Scanner abzuholen und die Gebühren zu entrichten. Ich hole schnell Heike und Aspros ab.
Während wir im Container die Papiere kriegen trifft mich schier der Schlag:
Einer der rumsitzenden Beamten fragt mich: „You have a dog ?“
Schluck. – Was soll ich leugnen, unser Stellplatz ist ja von hier aus deutlich genug sichtbar, klar, daß sie Aspros schon gesehen haben.
„Yes, J have“.
„Your dog has passport ?“
„Sure“.
„Ok, thank you“.
Das wars wohl ? Plumps, da fällt der Stein runter, der will gar nicht mehr von uns ?!

Das war die letzte Station, nun vor ans Haupttor, Papiere zeigen und nichts wie weg hier.
Papiere in Ordnung, die Schranke öffnet sich, wir sind durch !
Allerdings sollen wir doch noch mal links hinfahren und anhalten.
Mist, – schaut jetzt doch noch mal einer in die Wohnkabine ?
Nee, sie überprüfen noch einmal die Fahrgestellnummern, – dann sind wir endgültig draußen.

Nun nichts wie ab, Richtung Süden, Dubai liegt nur wenige Kilometer südlich von Sharjah, die Städte gehen mittlerweile nahtlos ineinander über.
Unser Stellplatz liegt fast 40 km südlicher, mitten in Dubai, direkt zwischen „Burj al Arab“ und „The Palm Jumeirah“, an einem langen Sandstrand.
Die Fahrt durch die Stadt ist beeindruckend, – 14-spurig der Highway „Sheikh Zayed Road“, – die Hochhauskulisse gigantisch, ästhetisch schön die Gebäude, nicht so eng aneinander, wie in anderen Metropolen, viel Platz dazwischen, Licht, selbst bei dem schlechten Wetter, – der „Burj al Kalif“, dieser mächtige Spargel, das höchste Gebäude der Welt ist von Wolken umhüllt, aber immer wieder ist die Spitze über den Regenwolken zu sehen und gibt einen Eindruck von seiner gigantischen Höhe.

Auch heute sind die Fußwege im Hafen wieder ewig lang gewesen, mein Fuß schmerzt heftig.
Wir entschließen uns, gleich heute noch zum Arzt zu gehen, so kann das nicht bleiben.
Wie alles in Dubai, ist auch das Gesundheitswesen mega, hier gibts kein Krankenhaus, sondern eine „Medical-City“, ein ganzer Stadtteil, 25 km nördlich von hier, über den Highway aber schnell zu erreichen, mit einer Unmenge von Krankenhäusern, Spezialkliniken, Ärztezentren, Apotheken, Rehazentren, etc.
Hier gibt es ein „German Hospital“, das ich ansteuere, – allerdings ist das ein Flop, – eine kleine Arztpraxis im dritten Stock, nichts ist deutsch hier und der Arzt hat auch keine Zeit. Danke, und tschüs !
Ich fahre rüber in die „Mediclinic“, das City-Hospital und melde mich in der Notaufnahme. Ein supermoderner Neubau, alles blitzblank und auf höchstem medizinischen und technischen Niveau.
Nach dem Schreibkram habe ich 10 Minuten zu warten, dann bin ich dran, der indische Arzt läßt mich zum Röntgen bringen, nach 10 Minuten unterbreitet er mir das Ergebnis:
Wadenbeinbruch !  — na Klasse, das hat mir gerade noch gefehlt.
Dabei hatte ein Passant bei meinem „Ausrutscher“ in Bushehr (Iran) vor 10 Tagen die Ambulanz angerufen, die mich untersucht und festgestellt hat, daß nichts gebrochen sei.
Ich solle zwei Tage Eis drauf geben, dann wird alles wieder gut sein.
Pustekuchen ! —  Nun latsche ich schon 10 Tage auf dem kaputten Knochen rum, kein Wunder, daß die Schwellung nicht zurückgeht.

Nun gut, – alles „Jammern“ nutzt nichts, niemand kann was dafür, ich bin blöd hingetreten und fertig.
Ich kriege also einen „Notgips“ für die Nacht verpasst und habe morgen gegen 15.20 Uhr einen Termin beim Orthopäden hier im Haus.

Wir bleiben gleich hier im Innenhof des Hospitals stehen, es ist schön still und fahren kann ich erst mal sowieso nicht.
Morgen sehen wir dann weiter.

Tagesetappe:   80 km                    Gesamtstrecke:   7.594 km

 

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Verfasst von - 26. Dezember 2015 in Allgemein

 

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