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Von Tanuf nach Muscat

06 Jan

Der Morgen ist schon recht warm heute, schon kurz nach 9 Uhr zeigt das Thermometer 23 Grad, später am Tag erreicht es 27.
Draussen kommen ein paar junge Omanis vorbei, sehen toll aus in ihren langen Dishdashas und mit der kumma auf dem Kopf.
Sie sind sehr zurückhaltend, – neugierig, – ja klar, wann steht schon mal so ein Gefährt neben dem heimischen Gemüsegarten, – aber total unaufdringlich, – sie grüßen, kramen drei Brocken Englisch hervor, – und gehen ziemlich flott ihres Weges.

Gegen 10.30 Uhr fahren wir los, heute wollen wir bis nach Muscat, der Hauptstadt des Oman.
Zunächst zurück nach Nizwa, – im Supermarkt füllen wir unseren Kühlschrank auf, – dann weiter auf die 15, die uns bis nach Muscat bringt.

Die Landschaft ist grandios, wir streifen die östlichen Ausläufer des Jabal-al Akhdar-Gebirges, das dann in den Jabal Nakhl übergeht, eine absolut unfruchtbare Felsenlandschaft, herrlich bunte Berge und Felsen, – Steinformationen von unbeschreiblicher Schönheit, Farben, Formen, Strukturen, alles ist so deutlich sichtbar, Evolution zum Greifen nah, – kein Grashalm „stört“ das Bild.
Hier wächst absolut gar nichts, eine „Mondlandschaft“, – lediglich ganz unten in den Senken, wo sich über Jahrtausende der letzte Rest Erde angeschwemmt hat, reicht es für ein paar wenige Schirmakazien und hie und da ein paar Büschel Kamelgras, das ist dann aber schon alles.

Dazwischen, meist auf der rechten Seite der Autobahn, immer wieder Dörfer oder kleine Städtchen, es fällt uns immer wieder auf, wie groß und gepflegt die Häuser sind, für unser Auge schon palastartig, mit reichen Verzierungen, einfach schön anzusehen.
Und dort, wo Bewässerung möglich ist, meist in der Nähe eines Wadi, gibt es auch immer wieder Palmenhaine und Gemüsegärten.

Schon weit vor Muscat beginnen riesige Baustellen, – Industriegebiete werden aus dem Boden gestampft, – dazu werden ganze Berge abgetragen, – Wahnsinn, was hier gebuddelt wird. Später dann, wir nähern uns dem Internationalen Flughafen, – auch hier Megabaustellen, – irgendwie scheint die gesamte Hauptstadtregion eine einzige riesige Baustelle zu sein.

Weiter drin in der Stadt ist das Bild ein anderes, – überall entlang der Straßen grünt und blüht es, die gesamte Hauptstadt, ja die gesamte „Capital Area“ ist eine einzig große Parkanlage, mit Bäumen und Büschen, riesigen Rasenflächen und Blumenrabatten, – das Grün wirkt befremdlich, – gerade eben noch unfruchtbare Wüste und steinige Mondlandschaften ohne jede Vegetation und nun das hier …., überall wird gegärtnert und bewässert, – das sieht schon toll aus.

Eigentlich wollen wir uns noch außerhalb von Muscat einen Nachtplatz suchen, allerdings sind wir so schnell im Dunstkreis der Stadt, daß es hierfür zu spät ist.
Nun wollen wir raus ans Meer, mal schauen, ob wir hier was finden.
Das ist gar nicht so einfach, die Autobahn 01 von Seeb nach Muscat durchzieht die gesamte Region, Abfahrten gibt es nur alle 15 km mal eine, also fahren wir zunächst in Richtung Seeb, – das wird nichts, – dann, als wir endlich eine Abfahrt finden, wieder zurück, Richtung Muscat, – auch hier keine Abfahrten, – zudem der Flughafen zwischen Autobahn und Meer, also kein Durchkommen möglich, – erst irgendwann nach vielen Kilometern ist es möglich, – wir erreichen das Meer und fahren dann eine schmale Straße parallel zum Meer entlang, – schmucke Häuser stehen hier, – am Meer sind die Fischer bei der Arbeit.
Irgendwann gibt es Baulücken zwischen den Häusern, hier finden wir unseren Nachtplatz, auf einem Grundstück direkt am Meer. ( N 23° 36´17.0″ E 058° 22´13.3″ )

Tagesetappe:   210 km                    Gesamtstrecke:   8.466 km

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Verfasst von - 6. Januar 2016 in Allgemein

 

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