RSS

Von Sawqirah nach Sharbathat

22 Jan

Am Morgen fahren wir zurück nach Al Lakbi, dort im Hafen haben wir gestern viele Dhaus liegen sehen, auch draußen vor der Küste sind einige zu sehen.
Dieser alte Schiffstyp ist weitverbreitet an der omanischen Küste, mit ihm sind die Seefahrer schon vor Jahrhunderten bis nach Afrika gesegelt, heute allerdings werden sie überwiegend mit Dieselmotoren angetrieben und nur noch zum Fischfang eingesetzt.
Eines dieser Schiffe hat man im Hafen bei Flut auf den Sand gesetzt und reinigt nun bei Ebbe die Planken von Muscheln und Tang.
Auf den anderen Booten wird an den Netzen gearbeitet, oder der morgendliche Fang in Kisten verpackt und an Land gebracht.

Kurz hinter Al Lakbi fahren wir den steilen Anstieg auf die Hochebene hinauf, – von dort ist der Blick zurück auf die Küstenregion fantastisch.
Die Hochebene ist, – wie wir sie überall die letzten Tage schon kennengelernt haben, – absolut trocken, steinig und vegetationslos, ein paar schöne, schwarz-weiß marmorierte Felsen stehen hier in der Ebene, der Himmel ist, – wie üblich, stahlblau.
Wir sind zurück auf der 41 und wollen weiter nach Ash Shuwaymiyah.

Nach etwa 50 km weist ein Schild auf den Strand von Sharbathat hin, wir biegen ab und fahren etwa 20 Kilometer bis dort hin.
Ja, und die haben sich doch wirklich gelohnt:
Es empfängt uns ein traumhaft weißer und langer Sandstrand, vor einem türkisfarbenen Meer, links der Ort Sharbathat, – am Strand die üblichen weiß-blauen Fischerboote, – landeinwärts ein paar Häuser, und rechts eine Piste hinüber nach Manji, – der Strandbogen zieht sich kilometerlang bis dorthin, – das Navi weist zudem auf eine Lagune hin, also biegen wir ab und fahren hin.

Nach wenigen Kilometern sandiger und welliger Piste fahren wir zum Strand und stellen uns zwischen Lagune und Meer in die Sanddünen, – das ist mal ein Platz, wie man ihn wirklich äußerst selten findet. So, – stellen wir uns vor, – oder zumindest so ähnlich, – könnte das Paradies aussehen.
Und spontan entschließen wir uns, zu bleiben, – ich glaube, wir erreichen Salalah nie, wenn das mit den Paradiesen so weiter geht. ( N 17° 56´25.8″ E 056° 12´16.3″ )

Doch auch dieses Paradies hat schon seine Schattenseiten, der weitläufige Strand ist an einigen Stellen stark mit Plastikflaschen vermüllt, die offensichtlich die letzten Monsunstürme im Sommer mit ihren meterhohen Wellen hier angespült haben, denn Menschen sind hier am Strand keine, wer sollte also die Flaschen hier hingeworfen haben ?
Trotzdem ist es ein Traumstrand, wie man ihn eigentlich nur von Bildern kennt.
Am Abend ist wieder Grillen angesagt, – danach sitzen wir lange am Lagerfeuer, – der Vollmond erleuchtet die gesamte Umgebung taghell.

Tagesetappe:   73 km                    Gesamtstrecke:   10.209 km

 

 
2 Kommentare

Verfasst von - 22. Januar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , ,

2 Antworten zu “Von Sawqirah nach Sharbathat

  1. Lis

    26. Januar 2016 at 19:15

    Schade, dich mit Klumbfuß und Krücken zu sehen. Das schrenkt doch sehr ein.
    Trotzdem wünsche ich euch weiterhin noch viele paradiesische Stellplätze auf eurer Tour.
    Liebe Grüße von Daheim

    Liken

     
    • heikeuhermann

      26. Januar 2016 at 20:58

      Wird schon wieder, man gewöhnt sich an alles. Obwohl einschränken tuts schon wirklich heftig. Schöne grüße auch. H+H

      Liken

       

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: