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Von Hasik nach Mirbat

26 Jan

Gegen 10 Uhr fahren wir wieder hinaus auf die Küstenstraße 42, die nun zügig hinunter ans Meer führt, bis zu dem kleinen Ort Hasik.
Ab hier führt sie immer ziemlich dicht am Meer entlang, nur ein schmaler Streifen bleibt zwischen Meer und den dahinter steil aufragenden Bergen.

Hinter Hasik gibt es wieder über viele Kilometer keine einzige Siedlung, nur die reine Natur.
Die Küste ist abwechslungsreich, mal reichen die Felsen bis ins Meer hinein, die Küste ist steinig, das Meer klatscht dagegen, – an anderen Stellen wieder gibt es langgezogene Buchten mit feinem, weißen Sand, – aber auch Kiesstrände, – und einen ganz Besonderen, – sein „Sand“ leuchtet fast rosa, als wir ihn näher ansehen, erkennen wir, daß er fast nur aus zerriebenen Muschelschalen und Schneckenhäusern besteht.
Heike schleppt wieder die schönsten Fundstücke an, – die Muschelschalen erreichen hier öfters die Größe einer Hand.

Als wir gegen Mittag an einer langgezogenen, herrlich sandigen Badebucht vorbeikommen, sieht Heike ziemlich nah am Ufer etwas Großes im Wasser schwimmen.
Wir halten an, und sehen eine Gruppe großer dunkler Fische, erst nach einiger Beobachtung sind sie eindeutig als Delphine zu erkennen, sie sind sehr groß und von ungewöhnlich dunkler Farbe, ich zähle ungefähr 20.
Sie drehen gemächlich ihre Kreise, schwimmen am Strand ein Stück die Bucht hinauf, drehen und schwimmen wieder runter, – so geht es minutenlang, sie haben keine Eile, die Bucht scheint ihnen zu gefallen, – sie sind wirklich ganz nah, Heike läuft zum Strand runter, um sie noch besser sehen zu können, ich beobachte vom Straßenrand mit dem Fernglas. Das ist wahnsinnig spannend und aufregend, so eine große Gruppe, freilebend, und so nah, – ein ungewöhnliches Schauspiel.

Irmgard und Klaus waren ein Stück vorneweg gefahren und hatten sie offensichtlich nicht gesehen, als sie endlich nach 20 Minuten zu uns zurückkommen, ist Klaus nicht mehr zu halten, – er steigt ins Wasser und schwimmt zu der Gruppe raus. Sie sind sehr vorsichtig, aber interessiert, beäugen ihn, drehen eine Schleife, kommen zurück, wieder ein wenig näher, sie teilen sich und wiederholen das Spiel mehrmals, jedesmal kommen sie ihm näher, letztendlich sind sie nur noch etwa 6 oder 7 Meter von Klaus entfernt.
Ein unvergessliches Erlebnis für ihn. Für uns war das Zusehen schon spannend genug.
Wir könnten den munteren Tieren noch ewig zusehen, doch nach einer Stunde fahren wir wieder.

Nach etwa 40 Kilometern erreichen wir Sadah, ein kleines Städtchen mit einem Fischerhafen und ein paar Geschäften.
Wir fahren hinein, Irmgard und Heike haben schon wieder einen Stoffladen entdeckt und kaufen ein, – dann sind wir schon wieder weg.
Bis Sadah war die 42 eine wirkliche „Traumstraße“, – nirgendwo im ganzen Land haben wir weniger „Zivilisation“ und mehr „Sensationen“ gesehen, als auf dieser Strecke.
Ab hier beginnt nun der Einzugsbereich von Salalah, der Verkehr wird mehr, die Bebauung dichter, die Nähe der alten Sultansstadt macht sich schon immer bemerkbar.

Bei Sadah wird die 42 zur 49 und führt nun weg vom Meer, hinauf auf eine flache Ebene, trocken, steinig, ohne viel Vegetation, eigentlich fast langweilig, im Vergleich zu all den Highlights, die wir die letzten Tage so gesehen haben.
Zudem wird die 49 bis hinüber nach Salalah auf ihrer gesamten Länge neu gebaut, es wird überall gegraben und gebaggert, mancherorts wird der Verkehr umgeleitet, Baustellen-LKW kreuzen oft die Fahrbahn, hinterlassen Dreck, öfters staubt es kräftig hinter uns.

Nach etwa 50 km kommen wir nach Mirbat, dort suchen wir uns wieder einen Stellplatz am Meer. ( N 16° 58´45.7″ E 054° 41´05.1″ )

Tagesetappe:   154 km                    Gesamtstrecke:   10.563 km

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Verfasst von - 26. Januar 2016 in Allgemein

 

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