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Von Wadam as Sahil nach Sohar

12 Feb

In der Nacht kommt Wind auf, er bläst ziemlich stark übers Meer, – kalt ist er nicht, aber unangenehm, – er wirbelt immer wieder Sand und Staub auf und jagt ihn durch die Luft.

Gegen 10 Uhr fahren wir weiter.
Wir nehmen bewußt nicht die Schnellstraße 01, sondern fahren die schmale Asphaltstraße, die ganz draußen am Meer entlanggeht.
Sie führt durch die kleinen Fischerdörfer, meist direkt am Strand entlang, – gelegentlich sind kurze Stücke über eine Sandpiste zu fahren.

So kriegen wir einen schönen Einblick in die alten Dörfer und in das tägliche Treiben der Fischer.
Zum Teil sieht es „wüst“ aus hier draußen, die kleinen Boote liegen direkt am Strand, alle Utensilien, die die Fischer so brauchen direkt daneben, Netze, Anker, Seile, alte Kübel und Styroporkisten, – mit Winden oder uralten Pickups lassen sie ihre Boote zu Wasser oder ziehen sie wieder an Land.
Natürlich liegt auch viel Unrat zwischen den einzelnen Fischerhütten, leider ist die gesamte Gegend hier oben, nordwestlich von Muskat bis hoch nach Sohar heftig vermüllt, das ist schade, gerade weil dort unten in der Capital Area alles so vorbildlich sauber gewesen ist.

Zudem werden hier entlang des Meeres unglaublich viele alte Häuser abgerissen, wieso oder warum das so ist, wissen wir nicht, es fällt allerdings auf, daß über zig Kilometer viele kleine Häuser verlassen oder gar schon eingefallen sind. Das ist natürlich zudem kein wirklich schöner Anblick.
Nur wenige Meter weiter im Hinterland entstehen dafür unglaublich viele neue, wunderschöne Häuser, fast palastähnlich, wie wir sie im gesamten Land gesehen haben.

Heute ist Freitag, also moslemischer Sonntag, und überall in den Dörfern findet das Freitagsgebet statt, überall an den Moscheen herrscht Hochbetrieb, eine Unzahl an Autos steht davor, – wir hören im Vorbeifahren die Worte des Muezzin durch die Lautsprecher.
Die Omanis sind ja eigentlich immer blitzsauber gekleidet, mit ihren weißen Dishdashas und ihren Kopftüchern, aber heute strahlen sie noch weißer im Sonnenlicht, – ja, und ihr werdet es nicht glauben, – die angenehmen Duftwolken, die sie hinter sich herziehen, strömen durch die offenen Autofenster bis zu uns herein, – es ist unglaublich.

Bis Saham fahren wir immer draußen am Meer entlang, es zieht sich unheimlich in die Länge, ist aber hochinteressant.
Dann fahren wir auf die Schnellstraße 01 und sind im Nu in Sohar, Heike will noch einige Sachen im Supermarkt einkaufen, dann ist auch der Tag schon wieder um.
Mit der Einfahrt nach Sohar wandelt sich das Straßenbild schlagartig, alles ist wieder ordentlich angelegt, Palmen und gußeiserne Laternenmasten säumen die Straßen, parkähnliche Flächen sind angelegt, Blumenbeete und Rasenflächen schmücken die Stadt.
Wir fahren hinaus zum Sallan-Park, direkt am ewig langen Sandstrand der Stadt gelegen, zwischen Radisson und Sohar-Beach Hotel gelegen.
Dort ist heute verdammt viel los, wir verziehen uns ein wenig nach draußen, wenige Meter neben dem Radisson-Hotel bleiben wir für die Nacht am Strand stehen.
Es windet noch immer und feiner Sand wirbelt heftig durch die Luft. ( N 24° 24´39.9″ E 056° 42´50.9″ )

Tagesetappe:   133 km                    Gesamtstrecke:   12.611 km

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Verfasst von - 12. Februar 2016 in Allgemein

 

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