RSS

Von Umm al Quwain nach Dubai

15 Feb

Ein wirklich toller Nachtplatz.
Am Morgen hängt ein wenig Dunst in der Luft, – der Wasserspiegel ist in der Nacht gesunken, – es scheint, als wenn sich noch mehr Flamingos in der Lagune niedergelassen hätten. Während wir frühstücken, können wir Ihnen zusehen, wie sie in der Morgensonne im flachen Wasser staksen und nach Beute schauen.

Zuerst fahren wir heute durch Umm al Quwain, die Stadt liegt auf einer schmalen, etwa 15 km langen Landzunge, die die Lagune zum Meer hin abschließt.
Auf der Lagunenseite fahren wir hinaus, auf der dem Meer zugewandten Seite wieder zurück ins Land. Die Stadt ist nicht so gigantisch, wie die meisten anderen Städte hier in den Emiraten, eher einfach geblieben, trotzdem müht man sich, alles sauber anzulegen und zu pflegen, – es gelingt nicht so gut wie anderswo, – und es wird heftig weiter gebaut, – im Tourismus soll hier wohl die Zukunft liegen, es entstehen überall noch neue Hotels und Resorts, auch private Strandhäuser und Villen sind überall zu sehen und werden weiter dazu gebaut.

Von Umm al Quwain fahren wir zurück ins Landesinnere, bei Falaj al Mualla und Dhaid gibt es schöne Dünen und Wüstenlandschaften zu sehen.
Hinter Dhaid geht es dann auf die E55 nach Süden bis Al Madam, über die E44 nach Westen bis Al Haba und dann weiter bis zur Al-Sufouh-Beach nach Dubai.

Die Landschaft bei Falaj al Mualla und Dhaid ist nett anzusehen, der Wüstensand ist gelborange, türmt sich zu kleinen und mittleren Dünen auf und bildet einen schönen Kontrast zwischen den niedrigen Gebirgen, die sich hier an beiden Seiten entlangstrecken, – zwischen den Dünen stehen immer wieder kleine Bäume und Büsche.
Allerdings ist es fast unmöglich, irgendwie in die Dünen hinein zu kommen, entlang der Autobahn zieht sich auf beiden Seiten über die gesamte heutige Strecke ein ewig langer Zaun, er dient wohl dazu, die überall frei laufenden Kamele von der Straße fern zu halten, macht es aber andererseits auch nahezu unmöglich, irgendwo in die Wüste hinaus zu fahren.

Unser Reiseführer bezeichnet die Dünenlandschaft bei Al Haba als Bilderbuchlandschaft, dort wollen wir uns heute einen Nachtplatz suchen.
Doch es ist hier nicht anders wie an der E55, die Dünen sind zwar ganz schön anzuschauen, aber ein Rankommen ist auch hier nahezu unmöglich.
Dort, wo es möglich wäre, wird die Dünenlandschaft allerdings kommerziell ausgeschlachtet, es gibt Camps, die Kameltouren für Touristen anbieten und auch 4 x 4 Fahrzeuge und Quads vermieten, mit denen die Leute dann in den Dünen rumknattern, das ist auch nicht gerade ideal, um in der Nähe zu Übernachten.

Also kommt Plan B aus der Schublade, – in etwa einer Stunde können wir in Dubai an der Al-Sufouh-Beach sein, wo wir schon zwischen Weihnachten und Neujahr gestanden haben. Das wird unser neues Tagesziel. ( N 25° 07´06.3″ E 055° 10´09.6″ )

Allerdings liegt zwischen hier und dort die „Dubai Outlet Shopping Mall“ direkt an unserer Strecke, – dort müssen wir natürlich hin, – ganz klarer und unumstößlicher Befehl vom Beifahrersitz ! Damit ist natürlich jeglicher Zeitplan außer Kraft gesetzt, – mal schauen, wann wir heute in Dubai ankommen.

Während Heike shoppen ist, beobachte ich das Treiben rund um die Mall vom Parkplatz aus, es herrscht wirklich reges Treiben, alle laufen geschäftig hin und her, – hin eher mit leeren Händen, dafür meist irgendwie in Eile, – her dann eher bepackt mit Einkaufstüten, dafür meist langsamer, – ja, – aber irgendwie mit zufriedener Miene, meine ich irgendwie zu erkennen.
Ich habe zwischenzeitlich Besuch von drei Indern, die mit ihrem Auto neben mir anhalten und das Gespräch suchen, sie befragen mich nach unserer Tour und wie das so sei, wenn man ständig unterwegs ist, – und finden, daß wir unbedingt auch mal ihre Heimat Indien besuchen müssten.
Das Gespräch stösst bei ihnen offensichtlich auf so viel Begeisterung, daß sie es sich nicht verkneifen können, mich mit einem großen Früchtekorb zu beschenken, den sie plötzlich aus ihrem Auto zaubern, alles Abwehren von mir nutzt nichts, – ich habe ihn zu nehmen !
Ok, vielen Dank, Jungs. Dann verabschieden sie sich und wünschen uns alles Gute für die Zukunft und unsere weiteren Reisen.

Als Heike dann mit Beute und zufriedener Miene zurück kommt, fahren wir hinüber nach Jumeira, etwa 45 Minuten soll es dauern, meint das Navi, – Rush-hour, nicht gerade die beste Zeit, um durch die Stadt zu fahren, denn obwohl die Straßen hier bis zu 16 Spuren aufweisen, ist es um diese Zeit doch meist proppevoll.
Allerdings hat es auch einen besonderen Reiz, um diese Zeit hier zu fahren und die Sonne hinter dieser Hochhaus-Silhouette mit dem Burj-al-Kalifa untergehen zu sehen.
Wir kommen irgendwie doch ganz gut durch und nach etwas über einer Stunde sind wir da, und treffen alte Bekannte.
Einige stehen noch vom Jahreswechsel hier, andere waren auch irgendwo in Oman oder in den VAE unterwegs und sind nun auch wieder zurück.
Es ist schon spät und dunkel, mal schauen, was es morgen so zu erzählen gibt.

Tagesetappe:   243 km                    Gesamtstrecke:   13.139 km

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 15. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: