RSS

Von Gerede nach Eskikaraagas

21 Mrz

Am Morgen steht schon wieder mal ein „Sheriff“ vor unserer Haustüre und klopft, er versucht irgendwie darauf hinzuweisen, daß wir hier eigentlich nicht parken dürfen.
Ich verstehe nicht ganz wieso, denn vorne an der Zufahrt steht ein P-Schild, irgendeine Einschränkung steht nicht dabei, also was soll das ?
Ich gebe ihm zu verstehen, daß wir jetzt in Ruhe frühstücken werden und uns dann verziehen, – er nickt und zieht davon.
Der Parkplatzwächter ist da schon freundlicher, kommt und unterhält sich ein wenig mit uns, im Gegensatz zum Polizisten kann er sogar Englisch, wir sprechen über die beste Strecke zur Istanbul-Umfahrung, – er gibt uns zu verstehen, daß wir uns ruhig Zeit lassen können, – so unterschiedlich ist das !

Gegen 09.30 Uhr fahren wir los, wieder auf die 100, – sie führt tatsächlich ein mal quer durch die gesamte Türkei, – heute von Gerede über Bolu, Düzce und Hendek nach Izmit.
Hier verlassen wir die 100 um Istanbul zu umfahren, unser Plan ist, südlich des Marmara-Meeres nach Westen zu fahren um bei Lapseki mit der Fähre nach Europa überzusetzen, dazu gehen wir auf die 130 bis Yalova, dann auf die 575 über Gemlik nach Bursa. Die 2-Millionen-Stadt umgehen wir auf der Autobahn O 33 im Norden und gehen dann auf die 200 Richtung Bandirma.

Als wir am Morgen losfahren zeigt das Thermometer gerade mal 2 Grad, es ist immer noch winterlich kalt, aber die Sonne zeigt sich schon am Himmel.
Hinter Bolu dann geht es eine steile Abfahrt hinunter, von etwa 900 Meter bis auf etwa 150 Meter ü. NN und plötzlich sind wir mitten im schönsten Frühling, das Thermometer schnellt hoch auf 18 Grad, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite, alle Wiesen sind grün und die Blumen blühen überall, Rapsfelder stehen wie gelbe Teppiche dazwischen, die Bäume haben schon frisches Grün und in den Städten stehen die Tulpen in voller Blüte.

Die Straße ist zwar wieder in gutem Zustand und meist zweispurig, nur so richtig zügig geht es nicht voran, weil wir eigentlich nur durch bebaute Gebiete mit Geschwindigkeitsbeschränkungen fahren, – Städtchen reiht sich an Städtchen, – Lücken dazwischen gibt es kaum noch. Man spürt die Nähe zu Istanbul, die Gegend ist wahnsinnig dicht besiedelt, Gewerbe- und Industriebetriebe stehen dicht an dicht.
Hinter Körfez erreichen wir das Marmara-Meer, – Schiffe und Hafenanlagen sind zu sehen, die Städtchen und Dörfer sehen mediterran aus, – in der Ferne sehen wir die neue Brücke nach Istanbul, sie ist noch nicht fertiggestellt, – das Klima scheint mild zu sein, überall sind hier Olivenbäume zu sehen, in den Städten gibt es erste Palmen.

Hinter Bursa sehen wir den Ulubat-See links unten liegen, wir fahren die paar Kilometer dort hin und schauen, ob wir einen brauchbaren Nachtplatz finden.
Auf dem Weg dorthin ziehen vier große Kranichschwärme in ihrer typischen V-Formation gen Norden über uns hinweg.
Wir erreichen das kleine Örtchen Eskikaraagas, idyllisch auf einer kleinen Landzunge gelegen, die direkt in den See hineinragt.
Ein Aussichtsturm steht am Ortseingang, Schilder bezeichnen den See und die Umgebung als wahres Vogelparadies und für Ornithologen bestens geeignet.
Wir finden unseren Platz direkt nebenan auf einer kleinen Wiese. ( N 40° 11´20.2″ E 28° 36´41.8″ )

Tagesetappe:   367 km                    Gesamtstrecke:   19.794 km

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 21. März 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: