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Archiv für den Monat Mai 2016

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Der Regen verzieht sich in der Nacht.
Der Campground ist nun im Bereich der Fahrwege natürlich ziemlich schlammig, spazierengehen ist eine Herausforderung, Gummistiefel sind das Schuhwerk der Wahl, einige Fahrzeuge brauchen Schlepphilfe.

Heute ist Sonntag, Viele machen sich schon früh auf den Heimweg, der oft hunderte Kilometer lang ist.
Eine schier unendliche Kette von Fahrzeugen bewegt sich zum Ausgang, auch die Asphaltstraße dort ist mittlerweile dick von Schlamm bedeckt.
Am Ausgang herrscht eine tolle Stimmung, viele Gäste stehen dort und verabschieden winkend die Besucher, Hupen, Winken, Zurufen, – schön anzusehen.

Wir sind in einer komfortablen Lage, haben kaum 50 Kilometer bis zu unserem Domizil.
Am frühen Nachmittag machen wir uns auch mal los, mal wieder nach Hause, – gegen 14.30 Uhr sind wir zurück, – komisches Gefühl,  – 9 Monate waren wir jetzt unterwegs.

Tagesetappe:   49 km                    Gesamtstrecke:   23.063 km

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Verfasst von - 29. Mai 2016 in Allgemein

 

Allrad-Messe in Bad Kissingen

Heute besuche ich das Messegelände, – mal schauen, was es so Neues gibt.
Heike bleibt mit unseren beiden Bellos im Camp, – geht spazieren, – ein wenig Einkaufen, – sieht zu, daß wir heute abend was auf den Grill kriegen.

Das Wetter ist noch immer recht brauchbar, es ist trocken und angenehm warm.
Auf der Messe ist die Hölle los, an den Bussen und am Eingang stehen die Menschen Schlange, etwa 50.000 Besucher werden in 4 Tagen erwartet.
Ich finde einige interessante Neuerungen, informiere mich natürlich verstärkt für die Großen, die Allrad-Trucks, – ein Wahnsinn, was hier gezeigt wird, – ein Wahnsinn, was die Dinger kosten !? Müde und platt komme ich abends gegen 17 Uhr ins Camp zurück.

Trotzdem drehe ich noch einige Runden durch das Camp, – auch hier gibt es wahnsinnig viel zu sehen, – tolle Fahrzeuge, verrückte Typen, – immer mal wieder treffe ich Bekannte, oder fachsimpele mit Anderen über ihre Fahrzeuge, – man lernt ja bekanntlich nie aus.
Imposant ist der Blick von der Hauptstraße hinunter ins Camp, – obwohl man auch von hier oben keinen Überblick über das gesamte Camp hat, – es ist einfach zu groß, – ist es beeindruckend, welch eine riesige Gemeinschaft sich jedes Jahr am Fronleichnams-Wochenende hier versammelt.

Na und dann ist es endlich soweit:
Die schon seit gestern angekündigten Unwetter mit Starkregen ziehen auf, von Westen kommen bedrohlich tiefschwarze Wolkentürme herein, es windet heftig.
Glücklicherweise kommen wir glimpflich weg, es regnet zwar, die Masse jedoch entlädt sich wenige Kilometer weiter nördlich.
Wir spannen den Regenschirm über dem Grill auf und sitzen relativ trocken unter Markisen und Pavillons, so nimmt der Abend doch noch einen recht angenehmen Verlauf.
Nach Mitternacht stoßen wir mit Nicole auf ihren Geburtstag an, dann kehrt Ruhe ein.

Tagesetappe:   0 km                    Gesamtstrecke:   23.014 km

 
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Verfasst von - 28. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Singen nach Bad Kissingen

Die Nacht bleibt trocken, die Temperaturen hier in den nördlichen Gefilden sind noch ganz angenehm, – wir kommen ja eigentlich aus dem Sommer zurück, – in unseren deutschen Sommer, – der sich allerdings für uns eher winterlich anfühlt, nach so langer Zeit.

Gegen 10 Uhr fahren wir los.
Von Singen auf die A 81 und dann immer nach Norden, über Stuttgart und Heilbronn nach Würzburg, dort auf der A7 nach Bad Kissingen.
Auf einer Raststätte bei Stuttgart haben wir mit Andreas ein Treffen vereinbart, als wir uns letzte Woche auf Kreta gesehen haben, – haben ein paar Mitbringsel für ihn im Kofferraum, – ein kurzer Plausch, – ein gemeinsamer Kaffee, dann geht es weiter.

Das Wetter ist durchwachsen, noch ist es trocken, aber um so weiter wir nach Norden kommen, um so dicker werden die Wolken am Himmel, es ist Regen angekündigt, – nicht wirklich gut für unseren Besuch in Bad Kissingen.
Dort läuft derzeit die „Abenteuer Allrad“, www.abenteuer-allrad.de die sich in wenigen Jahren von einem relativ kleinen Globetrottertreffen zur größten Allradmesse der Welt gemausert hat. Wenn wir in Deutschland sind, immer ein unbedingtes must-go für uns.

Der Besuch auf der eigentlichen Messe ist dabei eher eine Nebensächlichkeit, obwohl es dort natürlich auch immer Einiges zu sehen und auch manch nützliche Dinge zu kaufen gibt, – für uns oft ein Überblick über Neuheiten oder Veränderungen, die manchmal hilfreich sein können, wenn man so unterwegs ist.
Der wichtigere Grund für unseren Besuch dort ist die angegliederte Camp Area, die bis zu 2000 Fahrzeugen die Möglichkeit zum Übernachten bietet.
– und es kommen Viele, – ein Wahnsinn, was dort so geboten ist. ( N 50° 10´56.6″ E 010° 04´36.0″ )

Wir treffen viele Freunde, Bekannte und Traveller aus aller Welt, denen wir irgendwo schon mal über den Weg „gefahren“ sind, – herrlich, sich dort umzuschauen und immer mal wieder jemanden zu treffen, den wir das letzte mal vielleicht in der Mongolei oder im Oman getroffen haben.
Es werden Erfahrungen ausgetauscht, – abends am Lagerfeuer alte Geschichten und Reiseerlebnisse erzählt, – und natürlich werden viele wichtige Informationen aus aller Welt ausgetauscht, direkt aus erster Hand, – wichtig für die Planung der nächsten Reisen.

Tagesetappe:   359 km                    Gesamtstrecke:   23.014 km

 
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Verfasst von - 27. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Gradara (Italien) durch die Schweiz nach Singen (Deutschland)

Die Nacht ist ruhig und italienisch mild, – sehr angenehm.

Gegen 9 Uhr fahren wir los, wir wollen heute Strecke machen, bis nach Deutschland wollen wir kommen, sonst wird uns das morgen zeitlich zu eng.
Zunächst wieder auf die Autobahn 14 nach Norden bis Bologna und dann bei Modena weiter auf die A 1 in Richtung Mailand.
Seit 25 Jahren fahren wir auf unserem Weg von und nach Italien immer über Österreich, heute wollen wir zum ersten mal die Strecke durch die Schweiz ausprobieren.
Hinter Mailand über die A 9 zum Comer See, nach Lugano und durch den Gotthard-Tunnel weiter nach Zürich und zum Bodensee.

In Italien zahlen wir heute gesamt wieder etwa 35 Euro Maut.
In Chiasso verlassen wir Italien und reisen in die Schweiz ein, – das geht absolut unproblematisch, kontrolliert werden wir nicht, auch unsere Pässe können wir stecken lassen, – an einem Schalter zahle ich etwa 23 Euro Schwerlastabgabe für die Durchfahrt, dann geniessen wir die herrliche Gebirgslandschaft rund um den Luganosee, den Vierwaldstätter- und den Zürichsee. Toll anzusehen, diese Landschaft, einige Bergspitzen sind noch winterlich weiß.
Die Durchfahrten durch die großen Städte führen meist in ewig langen Tunnels unter den Städten hindurch, auch das geht unproblematisch und staufrei.

Es ist schon spät, – trotzdem fahren wir noch weiter, – wir wollen heute noch die Schweiz hinter uns lassen, – es bleibt ja schon lange hell.
Vorbei an Zürich fahren wir nach Schaffhausen und dann Richtung Singen (Hohentwiel).
Bei Ramsen verlassen wir die Schweiz, – beim deutschen Zoll lasse ich mir die Rückkehr unseres HerrMAN nach Deutschland auf dem Carnet de passages bestätigen.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit treffen wir auf dem Wohnmobilstellplatz in Singen ein, –  eine extrem lange Strecke heute, – aber, – Tagesziel erreicht. ( N 47° 45´33.1″ E 008° 49´43.1″ )
Quer durch das ehemalige Landesgartenschaugelände laufen wir hinüber in die Altstadt, dort haben noch einige Lokale ihre Biergärten geöffnet, wir entscheiden uns für den Griechen, – hatten wir ja lange nicht (grins).
Dann fallen wir todmüde ins Bett.

Tagesetappe:   703 km                    Gesamtstrecke:   22.655 km

 
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Verfasst von - 26. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Patras (Griechenland) über Bari (Italien) nach Gradara

Die Überfahrt ist ruhig, vom mitternächtlichen Zwischenhalt in Igoumenitsa kriegen wir fast nichts mit.

Am Morgen gegen 9.30 Uhr legt die Fähre in Bari an.
Hier im Hafen liegt die havarierte „Norman Atlantic“ der ANEK-Lines, die am 28. Dez. 2014 auf dem Weg von Griechenland nach Italien komplett ausgebrannt ist.
Damals sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen, – die Fähre ist noch immer beschlagnahmt, die Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen zur Ursache beschäftigt und auf der Suche nach den Schuldigen, noch immer werden ausgebrannte, total verglühte LKW und PKW aus dem Inneren des Wracks geborgen.

Bis wir von unserer Superfast-Fähre runter und durch die Stadt auf der Autobahn sind, vergeht eine ganze Stunde, dann aber rollt es flüssig.
Die Autobahn ist gut ausgebaut, Verkehr ist ziemlich wenig, – so kommen wir recht gut voran.

Im südlichen Italien ist es herrlich grün und spätfrühlingshaft warm, – vielerorts wird auf den Gemüseäckern schon geerntet, – rund um Bari sind zahlreiche Gewächshäuser zu sehen, – weiter nördlich dann die für die Landschaft typischen Weinstöcke, Olivenhaine und viele Obstplantagen, – die Kirschen sind schon reif und leuchten verführerisch zu uns herüber.
Die Autobahn nach Norden führt über die gesamten 500 Kilometer fast ausnahmslos an der Adria entlang, immer wieder passieren wir kleine Städtchen mit typisch italienischem Aussehen, eingebettet zwischen dem blauen Meer und grünen Feldern und Wiesen.

Als wir am Abend gegen 18 Uhr Ancona passieren, treffen wir auf der Autobahn auf Fahrzeuge, die kurz vorher mit der Fähre aus Patras angekommen sind, mit der wir eigentlich übersetzen wollten. Na, das hat doch zeitlich noch richtig gut geklappt, auch wenn wir mehr Kilometer und etwas mehr Anstrengung hinter uns haben.

Wir fahren noch eine gute Stunde weiter, – in Gradara, einem kleinen Städtchen mit einer wunderschönen alten Festung oben am Berg verlassen wir die Autobahn, zahlen etwa 23 Euro an Maut und fahren auf den städtischen Wohnmobilstellplatz. ( N 43° 56´27.7″ E 012° 46´16.8″ )
Hier stehen wir immer wieder mal, es ist ruhig und friedlich und einige schöne Ristorante oben in der Festung sind leicht zu Fuß zu erreichen.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir oben, noch ist hier keine Saison, neben uns sind nicht sehr viele Leute unterwegs.

Tagesetappe:   531 km                    Gesamtstrecke:   21.952 km

 
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Verfasst von - 25. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Piräus nach Patras

Um sechs Uhr in der Früh erreichen wir den Hafen von Piräus und suchen uns einen ruhigen Platz zum Frühstücken.
Auf der Fahrt durch das Hafengelände passieren wir den Liegeplatz, an dem die „Panagia Tinos“ vor einigen Tagen hier im Hafen gesunken ist.
Wenig später kommen wir unvermittelt wieder mitten in das Flüchtlingsdrama.
Piräus beherbergt noch immer etwa 2.500 gestrandete Flüchtlinge, die in kleinen Zelten und in einer alten Halle untergekommen sind, mittlerweile sind Sanitärcontainer und Dixi-Toiletten aufgestellt worden, eine Bretterbude dient als Essensausgabe, die Hafenpolizei patroullliert verstärkt, an vielen Stellen stehen deren Fahrzeuge und Wachposten. Mitarbeiter vom Roten Kreuz und der Einwanderungsbehörde haben in Containern provisorische Büros eingerichtet und kümmern sich um die Menschen und den Schreibkram der Asylverfahren.
Von unserem Parkplatz aus können wir zusehen, wie das Camp langsam erwacht und die Menschen den Tag beginnen, – mit einem jungen Mann haben wir kurz gesprochen, er hat seine Heimat Afghanistan verlassen und möchte nach Westeuropa weiterziehen, – wie die meisten hier.

Gegen 10 Uhr fahren wir dann los, – in Athen nutzen wir die günstigen Dieselpreise und tanken randvoll, es soll bis nach Hause reichen.
Die Fahrt durch die Stadt ist um diese Zeit keine wirkliche Herausforderung, – die Autobahn ist gut ausgebaut und führt uns über Korinth am gleichnamigen Golf entlang nach Patras.
An mittlerweile drei Mautstellen zahlen wir insgesamt knappe 20 Euro für die 230 Kilometer, – etwa 100 davon sind immer noch eine Megabaustelle, – mittlerweile sind jedoch Fortschritte zu sehen.
Das Wetter ist ganz in Ordnung, um die 24 Grad und Sonnenschein sind zum Reisen recht angenehm.

In Patras angekommen, möchte ich mit unseren bereits im Herbst gekauften Tickets auf die 17.30 Uhr Fähre nach Ancona einchecken, – das wird jedoch nichts.
Irgendwie ist hier heute der Teufel los, – man teilt mir mit, daß die Fähre heute ausgebucht ist, – morgen auch, – und übermorgen auch,  – erst am Freitag können wir mitkommen, – na Klasse !
Freitag ! – Am Freitag abend wollen wir doch bereits auf der „Abenteuer Allrad“ in Bad Kissingen sein. (www.abenteuer-allrad.de)
Nun ist guter Rat teuer, – die Fähre nach Venedig ist ebenfalls ausgebucht, – für die Fahrt über Land, also Serbien und Ungarn, ist die Zeit nun auch zu knapp.
Ich könnte heute um 18 Uhr noch mit der Fähre rüber nach Bari, teilt mir die nette Dame vom Schalter mit. Oh Gott, – lieber nicht, das hatten wir schon mal, sind 500 Kilometer mehr in Italien zu fahren.
Als sie mir dann allerdings sagt, daß die Fähre bereits frühs um 10 Uhr ankommt, die Ancona-Fähre aber erst abends gegen 17 Uhr, wittere ich Morgenluft und schlage zu.
Also fahren wir heute noch los und sind morgen früh in Bari.
Wir checken ein, fahren durch die Sicherheitskontrolle und rüber zur Fähre, die bereits mit dem Laden begonnen hat.

Die Flüchtlingssituation hier in Patras hat sich im Vergleich zu unserer letzten Überfahrt im Mai 2015 wesentlich gebessert, es sind zwar immer wieder vereinzelt Flüchtlinge zu sehen, die auf der Suche nach einer illegalen Überfahrt sind, – die Massen allerdings, die wir in 2015 gesehen haben, sind offensichtlich Vergangenheit.

Gegen 18 Uhr legt die Fähre ab, wir haben „Camping an Bord“ gebucht und stehen auf dem Oberdeck, hier können wir in unserem HerrMAN übernachten, das ist optimal.

Tagesetappe:   230 km                    Gesamtstrecke:   21.421 km

 
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Verfasst von - 24. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Frangokastello nach Piräus

Nachmittags um vier fahren wir dann mal los.
Wie immer, die steilen Imbros-Serpentinen hoch, – das bekommt unserem neuen Begleiter nicht wirklich gut, – sechs mal ausspucken auf 20 Kilometer ist eine echte Herausforderung für uns alle. Der arme Kerl….., naja, er wird sich an das Fahren gewöhnen.

Der Blick von oben ist einfach beeindruckend, – immer wieder, – auch nach vielen Jahren noch.
Durch Imbros und die herrlich grüne Askifou-Hochebene fahren wir auf der anderen Seite der Lefka Ori – Berge wieder zum Meer hinunter.
In Chania kaufen wir noch ein paar Sachen ein, dann fahren wir zum Hafen nach Souda, – unsere Tickets haben wir bereits im Herbst gekauft, – ich muß nur noch einchecken.

Gegen 21 fährt die Blue Galaxy los.

Die Nacht ist wieder mal so hart, wie der Stahlboden des Oberdecks, auf dem wir uns mit Aspros, Pollux und unserem Kater Pantelis auf unseren Schlafsäcken niederlassen.
Der Neue macht das überraschend gut, – scheut kein Abenteuer, – die Stahlböden stören ihn überhaupt nicht, – Treppen steigen, – Aufzug fahren, – als hätte er in den vier Monaten seines bisherigen Lebens nichts anderes gemacht.
Und auch die Nacht verbringt er absolut friedlich auf seiner Decke, kuschelt sich dicht an uns und fühlt sich sichtlich wohl.

In der Früh gegen sechs Uhr kommen wir im Hafen von Piräus an.

Tagesetappe:   98 km                    Gesamtstrecke:   21.191 km

 
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Verfasst von - 23. Mai 2016 in Allgemein

 

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