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Schlagwort-Archive: Abenteuer Allrad

Von Singen nach Bad Kissingen

Die Nacht bleibt trocken, die Temperaturen hier in den nördlichen Gefilden sind noch ganz angenehm, – wir kommen ja eigentlich aus dem Sommer zurück, – in unseren deutschen Sommer, – der sich allerdings für uns eher winterlich anfühlt, nach so langer Zeit.

Gegen 10 Uhr fahren wir los.
Von Singen auf die A 81 und dann immer nach Norden, über Stuttgart und Heilbronn nach Würzburg, dort auf der A7 nach Bad Kissingen.
Auf einer Raststätte bei Stuttgart haben wir mit Andreas ein Treffen vereinbart, als wir uns letzte Woche auf Kreta gesehen haben, – haben ein paar Mitbringsel für ihn im Kofferraum, – ein kurzer Plausch, – ein gemeinsamer Kaffee, dann geht es weiter.

Das Wetter ist durchwachsen, noch ist es trocken, aber um so weiter wir nach Norden kommen, um so dicker werden die Wolken am Himmel, es ist Regen angekündigt, – nicht wirklich gut für unseren Besuch in Bad Kissingen.
Dort läuft derzeit die „Abenteuer Allrad“, www.abenteuer-allrad.de die sich in wenigen Jahren von einem relativ kleinen Globetrottertreffen zur größten Allradmesse der Welt gemausert hat. Wenn wir in Deutschland sind, immer ein unbedingtes must-go für uns.

Der Besuch auf der eigentlichen Messe ist dabei eher eine Nebensächlichkeit, obwohl es dort natürlich auch immer Einiges zu sehen und auch manch nützliche Dinge zu kaufen gibt, – für uns oft ein Überblick über Neuheiten oder Veränderungen, die manchmal hilfreich sein können, wenn man so unterwegs ist.
Der wichtigere Grund für unseren Besuch dort ist die angegliederte Camp Area, die bis zu 2000 Fahrzeugen die Möglichkeit zum Übernachten bietet.
– und es kommen Viele, – ein Wahnsinn, was dort so geboten ist. ( N 50° 10´56.6″ E 010° 04´36.0″ )

Wir treffen viele Freunde, Bekannte und Traveller aus aller Welt, denen wir irgendwo schon mal über den Weg „gefahren“ sind, – herrlich, sich dort umzuschauen und immer mal wieder jemanden zu treffen, den wir das letzte mal vielleicht in der Mongolei oder im Oman getroffen haben.
Es werden Erfahrungen ausgetauscht, – abends am Lagerfeuer alte Geschichten und Reiseerlebnisse erzählt, – und natürlich werden viele wichtige Informationen aus aller Welt ausgetauscht, direkt aus erster Hand, – wichtig für die Planung der nächsten Reisen.

Tagesetappe:   359 km                    Gesamtstrecke:   23.014 km

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Verfasst von - 27. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Piräus nach Patras

Um sechs Uhr in der Früh erreichen wir den Hafen von Piräus und suchen uns einen ruhigen Platz zum Frühstücken.
Auf der Fahrt durch das Hafengelände passieren wir den Liegeplatz, an dem die „Panagia Tinos“ vor einigen Tagen hier im Hafen gesunken ist.
Wenig später kommen wir unvermittelt wieder mitten in das Flüchtlingsdrama.
Piräus beherbergt noch immer etwa 2.500 gestrandete Flüchtlinge, die in kleinen Zelten und in einer alten Halle untergekommen sind, mittlerweile sind Sanitärcontainer und Dixi-Toiletten aufgestellt worden, eine Bretterbude dient als Essensausgabe, die Hafenpolizei patroullliert verstärkt, an vielen Stellen stehen deren Fahrzeuge und Wachposten. Mitarbeiter vom Roten Kreuz und der Einwanderungsbehörde haben in Containern provisorische Büros eingerichtet und kümmern sich um die Menschen und den Schreibkram der Asylverfahren.
Von unserem Parkplatz aus können wir zusehen, wie das Camp langsam erwacht und die Menschen den Tag beginnen, – mit einem jungen Mann haben wir kurz gesprochen, er hat seine Heimat Afghanistan verlassen und möchte nach Westeuropa weiterziehen, – wie die meisten hier.

Gegen 10 Uhr fahren wir dann los, – in Athen nutzen wir die günstigen Dieselpreise und tanken randvoll, es soll bis nach Hause reichen.
Die Fahrt durch die Stadt ist um diese Zeit keine wirkliche Herausforderung, – die Autobahn ist gut ausgebaut und führt uns über Korinth am gleichnamigen Golf entlang nach Patras.
An mittlerweile drei Mautstellen zahlen wir insgesamt knappe 20 Euro für die 230 Kilometer, – etwa 100 davon sind immer noch eine Megabaustelle, – mittlerweile sind jedoch Fortschritte zu sehen.
Das Wetter ist ganz in Ordnung, um die 24 Grad und Sonnenschein sind zum Reisen recht angenehm.

In Patras angekommen, möchte ich mit unseren bereits im Herbst gekauften Tickets auf die 17.30 Uhr Fähre nach Ancona einchecken, – das wird jedoch nichts.
Irgendwie ist hier heute der Teufel los, – man teilt mir mit, daß die Fähre heute ausgebucht ist, – morgen auch, – und übermorgen auch,  – erst am Freitag können wir mitkommen, – na Klasse !
Freitag ! – Am Freitag abend wollen wir doch bereits auf der „Abenteuer Allrad“ in Bad Kissingen sein. (www.abenteuer-allrad.de)
Nun ist guter Rat teuer, – die Fähre nach Venedig ist ebenfalls ausgebucht, – für die Fahrt über Land, also Serbien und Ungarn, ist die Zeit nun auch zu knapp.
Ich könnte heute um 18 Uhr noch mit der Fähre rüber nach Bari, teilt mir die nette Dame vom Schalter mit. Oh Gott, – lieber nicht, das hatten wir schon mal, sind 500 Kilometer mehr in Italien zu fahren.
Als sie mir dann allerdings sagt, daß die Fähre bereits frühs um 10 Uhr ankommt, die Ancona-Fähre aber erst abends gegen 17 Uhr, wittere ich Morgenluft und schlage zu.
Also fahren wir heute noch los und sind morgen früh in Bari.
Wir checken ein, fahren durch die Sicherheitskontrolle und rüber zur Fähre, die bereits mit dem Laden begonnen hat.

Die Flüchtlingssituation hier in Patras hat sich im Vergleich zu unserer letzten Überfahrt im Mai 2015 wesentlich gebessert, es sind zwar immer wieder vereinzelt Flüchtlinge zu sehen, die auf der Suche nach einer illegalen Überfahrt sind, – die Massen allerdings, die wir in 2015 gesehen haben, sind offensichtlich Vergangenheit.

Gegen 18 Uhr legt die Fähre ab, wir haben „Camping an Bord“ gebucht und stehen auf dem Oberdeck, hier können wir in unserem HerrMAN übernachten, das ist optimal.

Tagesetappe:   230 km                    Gesamtstrecke:   21.421 km

 
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Verfasst von - 24. Mai 2016 in Allgemein

 

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