RSS

Schlagwort-Archive: Al Lakbi

Von Sawqirah nach Sharbathat

Am Morgen fahren wir zurück nach Al Lakbi, dort im Hafen haben wir gestern viele Dhaus liegen sehen, auch draußen vor der Küste sind einige zu sehen.
Dieser alte Schiffstyp ist weitverbreitet an der omanischen Küste, mit ihm sind die Seefahrer schon vor Jahrhunderten bis nach Afrika gesegelt, heute allerdings werden sie überwiegend mit Dieselmotoren angetrieben und nur noch zum Fischfang eingesetzt.
Eines dieser Schiffe hat man im Hafen bei Flut auf den Sand gesetzt und reinigt nun bei Ebbe die Planken von Muscheln und Tang.
Auf den anderen Booten wird an den Netzen gearbeitet, oder der morgendliche Fang in Kisten verpackt und an Land gebracht.

Kurz hinter Al Lakbi fahren wir den steilen Anstieg auf die Hochebene hinauf, – von dort ist der Blick zurück auf die Küstenregion fantastisch.
Die Hochebene ist, – wie wir sie überall die letzten Tage schon kennengelernt haben, – absolut trocken, steinig und vegetationslos, ein paar schöne, schwarz-weiß marmorierte Felsen stehen hier in der Ebene, der Himmel ist, – wie üblich, stahlblau.
Wir sind zurück auf der 41 und wollen weiter nach Ash Shuwaymiyah.

Nach etwa 50 km weist ein Schild auf den Strand von Sharbathat hin, wir biegen ab und fahren etwa 20 Kilometer bis dort hin.
Ja, und die haben sich doch wirklich gelohnt:
Es empfängt uns ein traumhaft weißer und langer Sandstrand, vor einem türkisfarbenen Meer, links der Ort Sharbathat, – am Strand die üblichen weiß-blauen Fischerboote, – landeinwärts ein paar Häuser, und rechts eine Piste hinüber nach Manji, – der Strandbogen zieht sich kilometerlang bis dorthin, – das Navi weist zudem auf eine Lagune hin, also biegen wir ab und fahren hin.

Nach wenigen Kilometern sandiger und welliger Piste fahren wir zum Strand und stellen uns zwischen Lagune und Meer in die Sanddünen, – das ist mal ein Platz, wie man ihn wirklich äußerst selten findet. So, – stellen wir uns vor, – oder zumindest so ähnlich, – könnte das Paradies aussehen.
Und spontan entschließen wir uns, zu bleiben, – ich glaube, wir erreichen Salalah nie, wenn das mit den Paradiesen so weiter geht. ( N 17° 56´25.8″ E 056° 12´16.3″ )

Doch auch dieses Paradies hat schon seine Schattenseiten, der weitläufige Strand ist an einigen Stellen stark mit Plastikflaschen vermüllt, die offensichtlich die letzten Monsunstürme im Sommer mit ihren meterhohen Wellen hier angespült haben, denn Menschen sind hier am Strand keine, wer sollte also die Flaschen hier hingeworfen haben ?
Trotzdem ist es ein Traumstrand, wie man ihn eigentlich nur von Bildern kennt.
Am Abend ist wieder Grillen angesagt, – danach sitzen wir lange am Lagerfeuer, – der Vollmond erleuchtet die gesamte Umgebung taghell.

Tagesetappe:   73 km                    Gesamtstrecke:   10.209 km

 

 
2 Kommentare

Verfasst von - 22. Januar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , ,

Von Juwayrah nach Sawqirah

Die schönen Plätze nehmen gar kein Ende, am liebsten möchten wir an jedem einzelnen länger stehen bleiben und den Moment geniessen.
Doch auch hier müssen wir wieder weg.

Zurück auf die 41 und ab nach Süden heißt die Devise.
Als wir die Oase zur Straße hin verlassen, sind wir sofort zurück in der weiten Wüste, der Leeren, der Trostlosen, – nur Staub und Erde gibt es hier.
Die Straße führt fast nahezu geradeaus, das Fahren, zudem gegen die Sonne ermüdet schnell.

Unser nächstes Ziel sind die „Pink Lagoons“ bei Al Jazer.
Wir biegen ab, hinunter zur Küste, die 10 km lange Straße dorthin ist mittlerweile auch asphaltiert, – offensichtlich ziemlich frisch, denn der Belag ist noch tiefschwarz, – ein schöner Kontrast zur umliegenden Wüste, die hier in der Nähe der Küste wieder schneeweiß wird.
Die neue Straße führt direkt bis zum langen, weißen Strand an einer der Lagunen, – sie haben sich vor der Strandlinie gebildet, normalerweise halten sich in ihnen viele Vögel auf, Reiher und Flamingos. Doch es ist, wie es halt so oft ist; kein Einziger von ihnen ist zu sehen.
Der Strand, wie überall hier, herrlich weiß, das Meer wunderbar blau, allerdings herrscht derzeit Ebbe, der Wasserstand ist sehr niedrig, vielleicht ist auch deswegen die Lagune fast ohne Wasser, eine besondere Algenart läßt das Wasser in ihr pinkfarben leuchten, – ein Fischerboot liegt dort am Strand, wartet auf die Flut.

Hier gibt es nicht viel zu sehen, wir fahren zurück auf die Hauptstraße und weiter bis in die Nähe von Qaysad, dort führt sie wieder ziemlich dicht an der Küste entlang.
Wir können den Ozean sehen, ein toller Blick, weißer Sand, blaues Meer, der gewohnte Blick, wir fahren eine schmale Piste hinaus, um einen Nachtplatz zu suchen.
Doch das wird diesmal leider nichts, dieser Strandabschnitt ist aus der Nähe betrachtet nicht wirklich schön und ziemlich heftig vermüllt. – Schade eigentlich !

So fahren wir noch ein Stück weiter und landen schließlich bei Al Lakbi vor dem Anstieg zu einer Hochebene, also weg von Meer.
Nicht optimal, – so fahren wir vor den Klippen hinüber zum nächsten Ort, Sawqirah, dort an den Klippen endet die Straße.
Ein wenig abseits des Ortes, in der Nähe eines Parkplatzes stellen wir uns auf einen Platz zwischen Meer und Klippen.
Wir hatten schon Schönere, aber es ist ganz ok, vielleicht sind wir auch nur verwöhnt, von den Letzten. ( N 18° 08´08.3″ E 056° 32´59.8″ )

Hier bleiben wir, – schnell raucht der Grill, – heute gibts die restlichen Sardinen von gestern.

Tagesetappe:   174 km                    Gesamtstrecke:   10.136 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 21. Januar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , , ,