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Von Patras (Griechenland) über Bari (Italien) nach Gradara

Die Überfahrt ist ruhig, vom mitternächtlichen Zwischenhalt in Igoumenitsa kriegen wir fast nichts mit.

Am Morgen gegen 9.30 Uhr legt die Fähre in Bari an.
Hier im Hafen liegt die havarierte „Norman Atlantic“ der ANEK-Lines, die am 28. Dez. 2014 auf dem Weg von Griechenland nach Italien komplett ausgebrannt ist.
Damals sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen, – die Fähre ist noch immer beschlagnahmt, die Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen zur Ursache beschäftigt und auf der Suche nach den Schuldigen, noch immer werden ausgebrannte, total verglühte LKW und PKW aus dem Inneren des Wracks geborgen.

Bis wir von unserer Superfast-Fähre runter und durch die Stadt auf der Autobahn sind, vergeht eine ganze Stunde, dann aber rollt es flüssig.
Die Autobahn ist gut ausgebaut, Verkehr ist ziemlich wenig, – so kommen wir recht gut voran.

Im südlichen Italien ist es herrlich grün und spätfrühlingshaft warm, – vielerorts wird auf den Gemüseäckern schon geerntet, – rund um Bari sind zahlreiche Gewächshäuser zu sehen, – weiter nördlich dann die für die Landschaft typischen Weinstöcke, Olivenhaine und viele Obstplantagen, – die Kirschen sind schon reif und leuchten verführerisch zu uns herüber.
Die Autobahn nach Norden führt über die gesamten 500 Kilometer fast ausnahmslos an der Adria entlang, immer wieder passieren wir kleine Städtchen mit typisch italienischem Aussehen, eingebettet zwischen dem blauen Meer und grünen Feldern und Wiesen.

Als wir am Abend gegen 18 Uhr Ancona passieren, treffen wir auf der Autobahn auf Fahrzeuge, die kurz vorher mit der Fähre aus Patras angekommen sind, mit der wir eigentlich übersetzen wollten. Na, das hat doch zeitlich noch richtig gut geklappt, auch wenn wir mehr Kilometer und etwas mehr Anstrengung hinter uns haben.

Wir fahren noch eine gute Stunde weiter, – in Gradara, einem kleinen Städtchen mit einer wunderschönen alten Festung oben am Berg verlassen wir die Autobahn, zahlen etwa 23 Euro an Maut und fahren auf den städtischen Wohnmobilstellplatz. ( N 43° 56´27.7″ E 012° 46´16.8″ )
Hier stehen wir immer wieder mal, es ist ruhig und friedlich und einige schöne Ristorante oben in der Festung sind leicht zu Fuß zu erreichen.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir oben, noch ist hier keine Saison, neben uns sind nicht sehr viele Leute unterwegs.

Tagesetappe:   531 km                    Gesamtstrecke:   21.952 km

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Verfasst von - 25. Mai 2016 in Allgemein

 

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