RSS

Schlagwort-Archive: Dubai

Dubai 3

Die Nacht ist wieder diesig, am Morgen tauchen die Umrisse der Hochhäuser nur zaghaft aus dem Nebel, sie kommen auch tagsüber nie ganz klar zum Vorschein, die heiße Wüstenluft, die aus Süden übers Land herein zieht und die relative Kühle, die vom Norden über das Meer streicht, kämpfen hier jede Nacht miteinander, zurück bleibt Dunst und ein wenig feuchter Tau, den die Sonne am Morgen im Nu aufsaugt.
Ansonsten wird es schon merklich wärmer, der hiesige „Winter“, der eher ein Frühsommer ist, scheint um zu sein, für unsere Verhältnisse herrscht bereits Hochsommer.

Irgendwie scheint es schon seit Wochen irgendwelche Probleme mit der Elektroversorgung im Wohnteil unseres HerrMAN zu geben, zeigt uns zumindest unser Kontrollpaneel an, spüren, bzw. deuten kann ich sie nicht wirklich, nervös machen sie trotzdem irgendwie.
Wir finden im Internet einen Bosch-Car-Service, nur 11 km entfernt, da wollen wir nachher mal hin, – Fritz gibt uns zur Sicherheit noch die Adresse eines Yachtservice in Sharjah, der bei seinem Wohnmobil einen recht tückischen Fehler in der Elektrik sehr kompetent gefunden hat.

An der angegebenen Adresse in Dubai gibt es einen Party-Service, eine Firma für Swimmingpools und eine Autowerkstatt, von einem Bosch-Dienst ist leider nichts zu sehen, wir drehen eine Schleife um den Block, dann gehe ich einfach mal in die Autowerkstatt rein und frage nach.
Ein Bosch-Service sei hier nicht, wird mir gesagt, aber ihre Werkstatt hätte einen recht kompetenten Autoelektriker, der sich gerne mal um unser Problem kümmern wird.
Ich willige ein, wir müssen ein wenig warten, weil er gerade noch mit einem Kundenfahrzeug beschäftigt ist, dann hört er sich die Schilderung des Problems an und beginnt zu suchen, mißt von vorne nach hinten alles durch, löst Schraubverbindungen und zieht sie nach, reinigt die Polklemmen und versucht sich in die Schaltungen unserer Elektrik einzudenken.
Chef der Werkstatt ist ein Inder, die Jungs in der Werkstatt kommen aus Kamerun, wir unterhalten uns ganz nett, – ich schau mir dabei ihre Ausrüstung an, interessiere mich für das nagelneue Schweißgerät, – frage ein wenig, – als der Chef merkt, daß ich ein wenig Ahnung von der Materia habe, fragt er plötzlich, ob ich den Jungs nicht mal zeigen könnte, wie man damit umgeht und vernünftig schweißt, – offensichtlich ist das Gerät so neu, daß es noch keiner so richtig kann.
Also machen wir zusammen erst mal einen kleinen Schweißlehrgang, sie hatten damit bisher lediglich ein wenig rumgepappt, 20 Minuten später haben sie die Grundbegriffe drauf und können schon mal loslegen, so schwer ist es ja nun wirklich nicht.

Nach gut einer Stunde hat der Elektriker alles durchgeprüft, einen Defekt kann er nicht feststellen, – alles passt, – die Batterien sind voll geladen, – ich kann es zwar irgendwie nicht glauben, weil uns unser Kontrollpaneel etwas ganz anderes anzeigt, – kann es evtl. sein, daß das Kontrollpaneel selbst einen Defekt hat und falsch anzeigt ?
Zu reparieren gibts nichts, und der Chef nimmt dann auch kein Geld für die Überprüfung, offensichtlich als Gegenleistung für den kleinen „Schweißerlehrgang“.

Dann muß es unbedingt noch mal die Dubai Outlet Mall sein !
Naja, um des lieben Friedens Willen verbringen wir halt den Rest des Tages dort, erst nach 19 Uhr kommen wir zurück an unseren Sufouh-Strand.

Wenigstens war die Fahrt durch die Stadt wieder ein Erlebnis, diese Hochhauskulisse ist schon fantastisch, zwischendrin ragt der riesige „Burj al Khalifa“ hoch in den Himmel hinein, mit mehr als 800 Metern das höchste Gebäude der Welt, die Stadt liegt schon seit Tagen so im Dunst, daß die Umrisse nur unscharf zu erkennen sind, der Blick hinauf zur Spitze bleibt absolut unklar.

Tagesetappe:   90 km                    Gesamtstrecke:   14.366 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 25. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: ,

Dubai 2

Die Nacht ist lau, ein paar Wolken sind aufgezogen, die Wärme des Tages hält sich lange.

Heute machen wir wieder — nicht viel, Heike krämert „im Haus“ rum, ich schau mal verschiedene Sachen am HerrMAN nach.

Gegen Mittag treffen Rosmarie und Fritz ein, sie haben heute ihre Fährtickets für Sonntag abgeholt und bestätigen unser Wissen:
Die Donnerstagfähre wäre Quatsch, weil drüben in Iran nicht abgefertigt wird, also fahren wir auch am Sonntag.
Wir klären die Adresse der Agentur und die Öffnungszeiten ab und Cristian schreibt uns, daß er versucht, noch einen besseren Preis für uns auszuhandeln.

Wir werden nun Samstag nach Sharjah fahren, die Tickets abholen und Sonntag auf die Fähre gehen.
Somit ist unser Tagespensum erfüllt, — relaxen ist angesagt.

Tagesetappe:   0 km                    Gesamtstrecke:   14.276 km

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 24. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter:

Dubai 1

Wider Erwarten ist die Nacht relativ trocken hier am Meer, und angenehm warm, – anders als in der Wüste, wo es in der Nacht doch immer recht frisch geworden ist.

Heute sind erst mal Nachbarschaftsbesuche angesagt, dann Kümmern um die Fahrpläne.
Die Fähre Bandar Abbas / Iran -Sharjah / VAE fährt Montag, Mittwoch und Samstag, – am Folgetag, also Dienstag, Donnerstag und Sonntag kehrt sie von Sharjah / VAE nach Bandar Abbas / Iran zurück.
Wie wir erfahren, verkehrt die Rückfähre zwar an diesen drei Tagen, unser Wunschtermin Donnerstag ist allerdings schon mal geplatzt, – die Donnerstagsfähre geht zwar in den Iran zurück, weil Freitag und Samstag dort Wochenende ist, wird allerdings an diesen Tagen beim Zoll nicht abgefertigt.
Zur Sicherheit haben wir eine Mail an die Agentur geschickt und gleichzeitig um die Angabe eines Preises gebeten, die Antwort läßt aber noch auf sich warten.
Wahrscheinlich werden wir erst Sonntag fahren können.

So machen wir heute erst mal einen Geruhsamen, in der Sonne sitzen, – am Internet rumwerkeln, irgendwie spinnt der Router wieder mal, – ich trainiere meinen Fuß, gehe eine Runde über den weitläufigen Platz, dabei treffe ich am anderen Ende des Strandes Traveller aus Österreich, die wir schon vor sieben Wochen im Oman kurz getroffen haben, auch hier wird natürlich ausgiebig geplauscht, dabei rennt die Zeit, – der Tag ist im Nu um.

Am Nachmittag verabschieden wir Audrey und Cristian, sie machen auch noch einen Abstecher nach Oman, – machts gut Ihr beiden, war schön, Euch kennengelernt zu haben, – Danke für Eure Hilfe und bis zum Sommer, wir sehen uns !

Am Abend gibts noch einen ausgiebigen Strandspaziergang, – das Barfußlaufen im weichen Sand tut gut, – und dann einen Sonnenuntergang, wie wir ihn schon lange nicht mehr gesehen haben. Am späten Nachmittag sind ein paar dünne Wolken aufgezogen, an denen sich nun das Rot der untergehenden Sonne reflektiert, das Meer spiegelt das alles wieder, – ein Traum in Rot.

Tagesetappe:   0 km                    Gesamtstrecke:   14.276 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 23. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter:

Von Al Saad zurück nach Dubai

Ist dann doch noch ganz gut unser Nachtplatz, der Mond taucht die Dünen hinterm Zaun in ein schönes Licht, der Zaun ist kaum noch sichtbar.
Der nahe Ort und die Durchgangsstraße sind nicht zu hören und die paar Flieger am Abend, die Al Ain anfliegen sind auch bald durch.

Auch am Morgen fliegen sie wieder, etwa eine halbe Stunde, dann kehrt Ruhe ein.
Wir machen uns auf den Weg, wollen heute zurück nach Dubai, – wieder mal, – zum dritten mal, – Dubai hat sich schon irgendwie zum Basislager für uns entwickelt.

Dazu fahren wir von Al Saad nach Norden, über Sweihan weiter nach Nordwesten bis vor dem Ort Ajban die Straße nach Dubai abzweigt.
Ihr folgen wir, durch den Investment-Park Jebel Ali hinein in die Megastadt und hinüber zum Sufouh-Beach, zwischen Palm Jumeira und Burj al Arab.

Zu Beginn, hinter Al Saad ist die Landschaft noch schön anzusehen, rötliche Sanddünen auf beiden Seiten, mal mehr, mal weniger, – meist schöne Palmenhaine davor, das sieht immer super aus.
Das Städtchen Sweihan ist auch ganz nett, wie alle Kleinstädte, auch hier Grünanlagen, Blumenbeete und Palmen entlang der Straßen.
Hinter Sweihan wird alles wieder flach, die Dünen verschwinden, die Farbe des Sandes wechselt von rötlich auf gelb, später eher fast nach weiß.

Hinter dem Abzweig bei Ajban führt eine Truck-Road hinauf nach Dubai, eine spezielle Straße, die für die schweren LKW gebaut wurde, sie müssen hier fahren, alle anderen Nord-Süd-Verbindungen sind für sie gesperrt, entsprechend sieht es hier aus, – eine endlose Kolonne schwerer Baustellen-LKW fährt in beide Richtungen, überholen ist zudem verboten, nur einige PKW, die hier auch immer wieder mal fahren, zischen dran vorbei.
Trotzdem geht es zügig voran und im Nu sind wir in Jebel Ali, – vorbei an der Mega-Baustelle des neuen Al Maktoum Flughafens, es soll einer der Größten weltweit werden, zum Dubai Investment Park, hier wird über viele Kilometer ebenfalls nur gebaut, – wir sind froh, als wir endlich durch sind, das sieht alles schlimm aus, so weit das Auge reicht diese riesigen, zerwühlten Erdlöcher, überall Betongerüste, Baukräne und Bulldozer, halbfertige Fundamente, Eisenteile, Baracken und Container, Dreck und Durcheinander, die Luft hängt voller Staub, den die vielen Baumaschinen aufwirbeln.

Dann erscheint die Silhouette von Dubai-Süd am Horizont, sieht schon mächtig aus, die vielen Hochhäuser, auch wenn sie heute vor lauter Dunst kaum zu sehen sind.
Die vielen breiten Straßen lassen uns doch recht zügig durch die Megacity in den Stadtteil Sufouh kommen, – wir holen Sachen aus der Wäscherei ab, die wir letzte Woche aufgegeben hatten, kaufen ein und bunkern Brauchwasser aus einem Schlauch am Supermarkt.
Am späten Nachmittag treffen wir an der Sufouh-Beach ein, – das ist jetzt beim dritten Mal schon fast wie Nachhausekommen, – Audrey und Cristian sind noch immer da, Bianca und Dominik auch, – wie immer, gibt es nach der Begrüßung Einiges zu Erzählen. ( N 25° 07´05.7″ E 055° 10´08.6″ )
Hier werden wir die nächsten Tage bleiben, wir müssen uns um die Fahrpläne und die Tickets für die Überfahrt nach Iran kümmern.

Tagesetappe:   178 km                    Gesamtstrecke:   14.276 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 22. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , ,

Von Dubai nach Abu Dhabi

Heute ziehen wir mal wieder weiter, wir wollen uns den Westen und Süden der Vereinigten Emirate ansehen.

Dazu verlassen wir unseren Strandplatz an der „Palm Jumeirah“ in Dubai.
Über die Sheik Zayed Road fahren wir immer nach Südwesten, die ersten Kilometer führen uns durch die unbeschreiblichen Häuserschluchten, – Wahnsinn, was hier so alles entstanden ist und noch weiter entsteht.
Links der „Al Maktoum International Airport“, soll einer der Größten überhaupt werden, rechts, hinter Jebel Ali wird derzeit die zweite, noch größere Palme, ins Meer hinaus gebaut. Dazu passend muß natürlich auch die Autobahn entsprechend erweitert werden, also wird auch hier kräftig gebaggert.

Wir sind froh, als wir endlich durch sind und alles ein wenig übersichtlicher wird.
Direkt außerhalb der Stadt beginnt schlagartig die Wüste, das sprießende Grün endet und plötzlich ist alles gelbbraun, sandig und vegetationslos, schnell kriegt man einen Eindruck davon, wie das alles hier noch vor einigen Jahren ausgesehen hat.
Südlich der großen Städte wird es industriell, der große Containerhafen von Jebel Ali, Fabrikgebäude und Industriehallen.
Riesige Kraftwerksanlagen reihen sich am Meer entlang, mehrere Monsterstromtrassen bringen den begehrten Saft über Land in die Städte, sie wollen versorgt werden, ohne Strom geht hier gar nichts.

Nach einigen Kilometern eintöniger Fahrt nähern wir uns Abu Dhabi.
Wir nehmen die nördliche Einfallstraße über Yas Island, dort haben sich Freizeit- und Vergnügungsparks angesiedelt, unter anderem passieren wir die Formel 1-Rennstrecke mit der Ferrari-World, dazu passend gibt es eine ganze Menge Touristenhotels.
Bis hinüber nach Mina Zayed wird überall an Touristenresorts und Freizeitmöglichkeiten gebaut, die schneeweißen Strände der Lagune sehen schon verlockend aus.

Dann geht es über eine Brücke nach Süden, in die Stadt hinein.
Abu Dhabi ist wesentlich kleiner als Dubai, die Corniche mit der ewig langen Promenade, dem Hafen und Stadtstrand auf der einen Seite und die schön gestalteten Hochhäuser mit den Hotels auf der anderen Seite der Promenadenstraße ist eine absolute Wucht, die Promenade ist so traumhaft schön angelegt und gepflegt, mit kleinen Pavillons, wirklich äußerst geschmackvoll.
Am südlichen Ende mündet sie dann im Palastviertel, majestätisch thront der Palast von der kleinen Anhöhe herunter, umgeben von einem Park mit grünen Rasenflächen, Blumenrabatten und großen Palmen, stilvoll von einem hohen Eisenzaun und dicken Mauerpfeilern abgeschlossen. Durch das riesige Eingangsportal führt eine mit edlen Steinen gepflasterte Straße hinauf zu ihm, gesäumt von schweren gußeisernen Leuchten und einer Galerie von Fahnenmasten.
Die Corniche endet in einem Kreisverkehr, vor einem schmucken Triumphbogen mit Fahnenmasten und Gußleuchten, sie ist mit so edelen Steinen gepflastert, daß wir tatsächlich kurz überlegen, ob wir hier überhaupt drauf fahren dürfen.

Den Rückweg aus der Stadt, Abu Dhabi liegt komplett auf einer vorgelagerten Insel im Meer, nehmen wir über die nordöstliche Corniche, vorbei an Lagune und Mangrovenwäldchen, bis nahe an die Shaik Zayed Moschee, die wir uns morgen früh ansehen wollen.
Am Kalifa Park gibt es einen großen und zudem ziemlich leeren, schön angelegten und gepflegten Parkplatz, hier loggen wir uns für die Nacht ein. ( N 24° 25´19.5″ E 054° 28´17.3″ )
Nun ja, am frühen Abend wird es irgendwie unangenehm laut, gleich neben dem Park ist ein innerstädtischer Kleinflugplatz und erst mal landen hier Hubschrauber im 5-Minuten-Takt, zudem eine kleinere Propellermaschine, gegen 8 Uhr am Abend wirds jedoch ruhig, – draußen auf dem Platz spielen die Inder Baseball.
Ein Mann von der Security kommt später vorbei, bringt uns zur Begrüßung eine Tüte Milch und Becher, er heißt uns herzlich willkommen.
Wir unterhalten uns kurz mit ihm, – daß wir hier übernachten wollen, ist für ihn in Ordnung, wir sollen uns sicher und wohl fühlen. Das gibts auch nicht alle Tage.

Tagesetappe:   155 km                    Gesamtstrecke:   13.294 km

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 17. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , ,

Wieder in Dubai

Am Morgen ist es neblig hier am Strand, erst langsam kommen die Spitzen der Hochhäuser über dem Dunst zum Vorschein und die Sonne setzt sich durch.
Es wird schnell warm und Frühstück im Freien ist angesagt.
Dann machen wir eine kleine Platzrunde, alle alten Bekannten begrüssen und uns umhören, was es so Neues gibt, – hier am Platz, – hier in der Stadt, – und was alle so erlebt haben in den letzten 7 Wochen. – Oh ja, doch, das war Einiges. – und schnell vergeht heirbei die Zeit und der Morgen ist im Nu um.

Heute haben wir uns wenig vorgenommen, einfach ein wenig was erledigen und abhängen.
Nun ja, – es kommt doch ganz schön was zusammen, Heike hat sich Großputz vorgenommen, der HerrMAN wird innen generalgereinigt, …
… und ich mache mich mal unter ihn,  – endlich mal Abschmieren, ist schon lange fällig, – ging bisher aber nicht wirklich gut mit meinem Klumpfuß.

Ansonsten passiert nicht viel.

Zeit, um mal ein wenig über die Vereinigten Arabischen Emirate zu berichten:
Gegründet wurden sie 1971, sind mit etwa 80.000 qkm ein Stück größer als Bayern und bestehen aus sieben Emiraten.
Dem Größten, Abu Dhabi, das alleine etwa 67.000 qkm Fläche aufweist,
gefolgt von dem Zweitgrößten, Dubai, mit etwa 4.000 qkm Fläche.
Dann folgen die Kleinen, Sharjah mit etwa 2.500 qkm,
Ras-al-Khaima mit etwa 1.700 qkm,
Fujaira mit etwa 1.200 qkm,
Umm al Quwain mit 777 qkm
und dem Kleinsten, Ajman mit etwa 250 qkm, gerade mal so groß, wie die Stadt Frankfurt am Main.
Die Gründung in 1971 geht zurück auf den Scheich Zayid bin Sultan al Nahyan, der zu dieser Zeit Herrscher des Emirats Abu Dhabi war, er übernahm gleichzeitig das Präsidentenamt der Föderation und wird heute als Gründervater und großer Visionär gefeiert, der die Emirate politisch gefestigt und wirtschaftlich in rosige Zeiten geführt hat.

Möglich war das, durch das „schwarze Gold“, das bereits seit den 1930er Jahren in kleinen Mengen gefördert und später dann, ab 1962 professionell exportiert wurde und einen wahren Boom in diesen Ländern ausgelöst hat.
Alle nur erdenklichen Superlative vereinen sich heute in den Emiraten:
Der stärkste Bevölkerungszuwachs: In 1971 lebten gerade mal 180.000 Menschen hier, heute sind es 5 Millionen.
Das größte Wirtschaftswachstum, mit einem der höchsten pro-Kopf-Einkommen der Welt.
Der größte Ausländeranteil, – in Dubai liegt er bei 90 Prozent.
Das höchste Gebäude der Welt, der Burj al Kalifa.
Der größte Flughafen der Welt, ist zwar noch nicht fertig, aber bisher noch nicht überboten worden.
Der größte Hafen des mittleren Ostens in Jebel Ali.
Aber auch mit 550 Litern pro Kopf und Tag der höchste Wasserverbrauch der Welt,
naja und beim Strom……, Konkretes kann ich hierzu nicht sagen, aber die Unmenge von Starkstromleitungen, die das Land durchziehen, sagt eigentlich Alles aus.
Tja, …und, ….und, …und, — die Liste könnte man unendlich fortsetzen.

Und die VAE sind wirklich mega:
Die Städte an der Westküste, mittlerweile sind sie zusammengewachsen von Umm al Quwain im Norden, über Ajman, Sharjah und Dubai bis hinunter nach Jebel Ali, eine einzige große Megastadt von weit über 120 Kilometern Länge, die sich nun auch immer weiter ins Landesinnere hinein ausbreitet.
Dort, wo vor Jahren noch Wüste war, nichts als Sand, hat man all dies aus dem Boden gestampft, und es ist derzeit kein Ende in Sicht, noch nie haben wir eine solche Unmenge von Baustellen gesehen, wie hier, die Dichte an Baukränen ist wirklich sagenhaft.

Ok, das mag erst mal reichen, zu erzählen gibt es noch viel, vielleicht später noch mal.

Am Mittag findet sich eine kleine 5-Personen-Gesellschaft hier drüben am Strand ein, Caterer haben vorher schon alles angekarrt, Teppiche ausgelegt, Sonnenschirme aufgestellt, Esstische und Stühle zusammengestellt, und für das gemütliche Beisammensein nach dem Dinner eine gemütliche Sofaecke hergerichtet. – und natürlich ein Büffet vom Allerfeinsten aufgebaut. Man läßt es richtig krachen, – hier in Dubai !
Später, als die Gesellschaft fertig gespeist hat, läßt man fragen, ob wir uns einladen lassen und beim Vernichten des Büffets helfen wollen.
– Ja natürlich wollen wir, – und was soll ich sagen, – man bringt uns das komplette Büffet rüber, eine Menge an Töpfen, Schüsseln und Getränken.
Am Abend sitzt die gesamte Travellergemeinschaft hier am Strand zusammen, wir sind 11 Erwachsene und 8 Kinder und schlagen uns die Bäuche randvoll, – allerfeinste Sahne, Lachs, Rinderfilet, Salate, Prinzesskartöffelchen, Reis, – wirklich alles, – und als wir alle kurz vorm Platzen sind, stellen wir fest, daß die Unmenge an Essen, die man angekarrt hat, morgen Abend ohne Probleme noch einmal für alle reicht.
Das nur mal so als kleines Beispiel, wie die Welt der Reichen und Schönen hier so tickt, das Büffet war ursprünglich mal für 5 Personen gerichtet !?

Tagesetappe:   0 km                    Gesamtstrecke:   13.139 km

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 16. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter:

Von Umm al Quwain nach Dubai

Ein wirklich toller Nachtplatz.
Am Morgen hängt ein wenig Dunst in der Luft, – der Wasserspiegel ist in der Nacht gesunken, – es scheint, als wenn sich noch mehr Flamingos in der Lagune niedergelassen hätten. Während wir frühstücken, können wir Ihnen zusehen, wie sie in der Morgensonne im flachen Wasser staksen und nach Beute schauen.

Zuerst fahren wir heute durch Umm al Quwain, die Stadt liegt auf einer schmalen, etwa 15 km langen Landzunge, die die Lagune zum Meer hin abschließt.
Auf der Lagunenseite fahren wir hinaus, auf der dem Meer zugewandten Seite wieder zurück ins Land. Die Stadt ist nicht so gigantisch, wie die meisten anderen Städte hier in den Emiraten, eher einfach geblieben, trotzdem müht man sich, alles sauber anzulegen und zu pflegen, – es gelingt nicht so gut wie anderswo, – und es wird heftig weiter gebaut, – im Tourismus soll hier wohl die Zukunft liegen, es entstehen überall noch neue Hotels und Resorts, auch private Strandhäuser und Villen sind überall zu sehen und werden weiter dazu gebaut.

Von Umm al Quwain fahren wir zurück ins Landesinnere, bei Falaj al Mualla und Dhaid gibt es schöne Dünen und Wüstenlandschaften zu sehen.
Hinter Dhaid geht es dann auf die E55 nach Süden bis Al Madam, über die E44 nach Westen bis Al Haba und dann weiter bis zur Al-Sufouh-Beach nach Dubai.

Die Landschaft bei Falaj al Mualla und Dhaid ist nett anzusehen, der Wüstensand ist gelborange, türmt sich zu kleinen und mittleren Dünen auf und bildet einen schönen Kontrast zwischen den niedrigen Gebirgen, die sich hier an beiden Seiten entlangstrecken, – zwischen den Dünen stehen immer wieder kleine Bäume und Büsche.
Allerdings ist es fast unmöglich, irgendwie in die Dünen hinein zu kommen, entlang der Autobahn zieht sich auf beiden Seiten über die gesamte heutige Strecke ein ewig langer Zaun, er dient wohl dazu, die überall frei laufenden Kamele von der Straße fern zu halten, macht es aber andererseits auch nahezu unmöglich, irgendwo in die Wüste hinaus zu fahren.

Unser Reiseführer bezeichnet die Dünenlandschaft bei Al Haba als Bilderbuchlandschaft, dort wollen wir uns heute einen Nachtplatz suchen.
Doch es ist hier nicht anders wie an der E55, die Dünen sind zwar ganz schön anzuschauen, aber ein Rankommen ist auch hier nahezu unmöglich.
Dort, wo es möglich wäre, wird die Dünenlandschaft allerdings kommerziell ausgeschlachtet, es gibt Camps, die Kameltouren für Touristen anbieten und auch 4 x 4 Fahrzeuge und Quads vermieten, mit denen die Leute dann in den Dünen rumknattern, das ist auch nicht gerade ideal, um in der Nähe zu Übernachten.

Also kommt Plan B aus der Schublade, – in etwa einer Stunde können wir in Dubai an der Al-Sufouh-Beach sein, wo wir schon zwischen Weihnachten und Neujahr gestanden haben. Das wird unser neues Tagesziel. ( N 25° 07´06.3″ E 055° 10´09.6″ )

Allerdings liegt zwischen hier und dort die „Dubai Outlet Shopping Mall“ direkt an unserer Strecke, – dort müssen wir natürlich hin, – ganz klarer und unumstößlicher Befehl vom Beifahrersitz ! Damit ist natürlich jeglicher Zeitplan außer Kraft gesetzt, – mal schauen, wann wir heute in Dubai ankommen.

Während Heike shoppen ist, beobachte ich das Treiben rund um die Mall vom Parkplatz aus, es herrscht wirklich reges Treiben, alle laufen geschäftig hin und her, – hin eher mit leeren Händen, dafür meist irgendwie in Eile, – her dann eher bepackt mit Einkaufstüten, dafür meist langsamer, – ja, – aber irgendwie mit zufriedener Miene, meine ich irgendwie zu erkennen.
Ich habe zwischenzeitlich Besuch von drei Indern, die mit ihrem Auto neben mir anhalten und das Gespräch suchen, sie befragen mich nach unserer Tour und wie das so sei, wenn man ständig unterwegs ist, – und finden, daß wir unbedingt auch mal ihre Heimat Indien besuchen müssten.
Das Gespräch stösst bei ihnen offensichtlich auf so viel Begeisterung, daß sie es sich nicht verkneifen können, mich mit einem großen Früchtekorb zu beschenken, den sie plötzlich aus ihrem Auto zaubern, alles Abwehren von mir nutzt nichts, – ich habe ihn zu nehmen !
Ok, vielen Dank, Jungs. Dann verabschieden sie sich und wünschen uns alles Gute für die Zukunft und unsere weiteren Reisen.

Als Heike dann mit Beute und zufriedener Miene zurück kommt, fahren wir hinüber nach Jumeira, etwa 45 Minuten soll es dauern, meint das Navi, – Rush-hour, nicht gerade die beste Zeit, um durch die Stadt zu fahren, denn obwohl die Straßen hier bis zu 16 Spuren aufweisen, ist es um diese Zeit doch meist proppevoll.
Allerdings hat es auch einen besonderen Reiz, um diese Zeit hier zu fahren und die Sonne hinter dieser Hochhaus-Silhouette mit dem Burj-al-Kalifa untergehen zu sehen.
Wir kommen irgendwie doch ganz gut durch und nach etwas über einer Stunde sind wir da, und treffen alte Bekannte.
Einige stehen noch vom Jahreswechsel hier, andere waren auch irgendwo in Oman oder in den VAE unterwegs und sind nun auch wieder zurück.
Es ist schon spät und dunkel, mal schauen, was es morgen so zu erzählen gibt.

Tagesetappe:   243 km                    Gesamtstrecke:   13.139 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 15. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , , , ,