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Von Eskikaraagas (Türkei) nach Alexandroupolis (Griechenland)

Die Nacht ist wirklich traumhaft still, nur das Schnattern der Vögel ist aus der Ferne zu hören, – auch die Kraniche haben sich irgendwo niedergelassen, sie sind deutlich zu hören.

Am Morgen ziehen wir weiter, zurück auf die 200, Karacabey, Bandirma und Biga, – mit der Fähre von Lapseki nach Gelibolu auf die 550, – nach Norden bis Kesan, – dort auf die 110 gen Westen, bei Ipsala über die Grenze Türkei-Griechenland und auf der A2 bis Alexandroupoli.

Heute läuft es allerbest, wir kommen sehr gut voran, die Straßen sind gut und nicht sehr dicht befahren, das Wetter paßt, die Sonne scheint und das Thermometer zeigt 18 Grad.

Schon gegen Mittag kommen wir in Lapseki an der Fähre an.
Sie führt über die schmale Meerenge des Marmarameeres, das wir nun komplett umrundet haben, auf der Hinfahrt die nördliche Strecke über Istanbul und jetzt auf der Rückfahrt die Südroute.
Die Fähre in Lapseki fährt im Stundenrythmus, die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten, – gerade genug Zeit für ein Mittagessen, – wir zahlen für die Überfahrt 70 TLira, also knapp 22 Euro für Fahrzeug und Passagiere. Wir haben Glück und können direkt auffahren, die Fähre steht schon da und nach etwa 15 Minuten warten ist sie voll und fährt los.

Die Landschaft ist frühlingshaft, die Wiesen grün, hier südlich und westlich des Marmarameeres wird Landwirtschaft betrieben, – überall werden gerade die Felder bestellt, – es gibt viele Obstbaumplantagen und natürlich unendlich viele Olivenhaine, in denen überall gearbeitet wird, – die Bäume werden geschnitten, – überall rauchen die Feuer vom Verbrennen der Äste und Zweige. Einige Olivenhaine haben auffallend braune Blätter, offensichtlich war dieser Winter ein paar Grad zu kalt für sie.

In Kesan, nur wenige Kilometer vor der Grenze hauen wir die letzten Lira auf den Kopf, – tanken, und füllen im Supermarkt unsere Bestände auf, dann fahren wir zur Grenze.
Ja, und was soll ich sagen, – der Grenzübertritt — ein Traum !!, – wir sind sofort dran, – auf der türkischen Seite werden die Pässe ins Lesegerät geschoben und dann ausgestempelt, – wenige Meter später wirft ein überaus freundlicher Zöllner einen kurzen Blick in die Wohnkabine, – das wars schon,
– auf der griechischen Seite werden die Pässe ebenfalls im Lesegerät gecheckt, – der Zöllner verzichtet auf den Blick ins Fahrzeug, unterhält sich dafür lieber kurz mit mir über unsere Reise und wünscht dann eine Gute Fahrt, – alles in Allem keine 20 Minuten ! , — warum muß das denn anderswo immer so kompliziert sein !!??

Die griechische Autobahn ist in bestem Zustand, – die letzten Kilometer drüben in der Türkei waren ein wenig heftig, die Straße dort macht einen vernachlässigten Eindruck, ist rillig und aufgefahren.

Wir fahren wieder zu dem Stellplatz in Alexandroupolis, den wir schon auf der Anreise im Herbst genutzt haben, – ein großer Parkplatz am Hafen, – zwar kostenpflichtig, wir zahlen 12 Euro, aber absolut stadtnah, ruhig und sauber. ( N 40° 50´36.0″ E 25° 52´35.3″ )
Am Abend gehen wir los in die Stadt, wollen noch „Internet“ besorgen und endlich mal wieder köstlich schlemmen.
Die Telefonläden sind leider schon geschlossen, aber dafür sind um so mehr Tavernen offen, – und wir landen einen Volltreffer, – ein kleines Lokal in einer Seitengasse, in dem einige Einheimische sitzen, – es riecht schon draußen auf der Straße nach leckerem Grillfleisch, – wir schlagen uns so die Bäuche voll mit den leckersten Sachen, bestes Fleisch, schmackhafte Würstchen, frische Leber und frischen Salat, alles ganz toll gewürzt und zubereitet und urig, – für alle zusammen, mitten auf dem Tisch serviert, –  und natürlich gibts nun wieder Retsina zum Essen, – einfach ein Gedicht, – wir zahlen am Ende 10 Euro pro Person.

Tagesetappe:   344 km                    Gesamtstrecke:   20.138 km

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Verfasst von - 22. März 2016 in Allgemein

 

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Von Gerede nach Eskikaraagas

Am Morgen steht schon wieder mal ein „Sheriff“ vor unserer Haustüre und klopft, er versucht irgendwie darauf hinzuweisen, daß wir hier eigentlich nicht parken dürfen.
Ich verstehe nicht ganz wieso, denn vorne an der Zufahrt steht ein P-Schild, irgendeine Einschränkung steht nicht dabei, also was soll das ?
Ich gebe ihm zu verstehen, daß wir jetzt in Ruhe frühstücken werden und uns dann verziehen, – er nickt und zieht davon.
Der Parkplatzwächter ist da schon freundlicher, kommt und unterhält sich ein wenig mit uns, im Gegensatz zum Polizisten kann er sogar Englisch, wir sprechen über die beste Strecke zur Istanbul-Umfahrung, – er gibt uns zu verstehen, daß wir uns ruhig Zeit lassen können, – so unterschiedlich ist das !

Gegen 09.30 Uhr fahren wir los, wieder auf die 100, – sie führt tatsächlich ein mal quer durch die gesamte Türkei, – heute von Gerede über Bolu, Düzce und Hendek nach Izmit.
Hier verlassen wir die 100 um Istanbul zu umfahren, unser Plan ist, südlich des Marmara-Meeres nach Westen zu fahren um bei Lapseki mit der Fähre nach Europa überzusetzen, dazu gehen wir auf die 130 bis Yalova, dann auf die 575 über Gemlik nach Bursa. Die 2-Millionen-Stadt umgehen wir auf der Autobahn O 33 im Norden und gehen dann auf die 200 Richtung Bandirma.

Als wir am Morgen losfahren zeigt das Thermometer gerade mal 2 Grad, es ist immer noch winterlich kalt, aber die Sonne zeigt sich schon am Himmel.
Hinter Bolu dann geht es eine steile Abfahrt hinunter, von etwa 900 Meter bis auf etwa 150 Meter ü. NN und plötzlich sind wir mitten im schönsten Frühling, das Thermometer schnellt hoch auf 18 Grad, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite, alle Wiesen sind grün und die Blumen blühen überall, Rapsfelder stehen wie gelbe Teppiche dazwischen, die Bäume haben schon frisches Grün und in den Städten stehen die Tulpen in voller Blüte.

Die Straße ist zwar wieder in gutem Zustand und meist zweispurig, nur so richtig zügig geht es nicht voran, weil wir eigentlich nur durch bebaute Gebiete mit Geschwindigkeitsbeschränkungen fahren, – Städtchen reiht sich an Städtchen, – Lücken dazwischen gibt es kaum noch. Man spürt die Nähe zu Istanbul, die Gegend ist wahnsinnig dicht besiedelt, Gewerbe- und Industriebetriebe stehen dicht an dicht.
Hinter Körfez erreichen wir das Marmara-Meer, – Schiffe und Hafenanlagen sind zu sehen, die Städtchen und Dörfer sehen mediterran aus, – in der Ferne sehen wir die neue Brücke nach Istanbul, sie ist noch nicht fertiggestellt, – das Klima scheint mild zu sein, überall sind hier Olivenbäume zu sehen, in den Städten gibt es erste Palmen.

Hinter Bursa sehen wir den Ulubat-See links unten liegen, wir fahren die paar Kilometer dort hin und schauen, ob wir einen brauchbaren Nachtplatz finden.
Auf dem Weg dorthin ziehen vier große Kranichschwärme in ihrer typischen V-Formation gen Norden über uns hinweg.
Wir erreichen das kleine Örtchen Eskikaraagas, idyllisch auf einer kleinen Landzunge gelegen, die direkt in den See hineinragt.
Ein Aussichtsturm steht am Ortseingang, Schilder bezeichnen den See und die Umgebung als wahres Vogelparadies und für Ornithologen bestens geeignet.
Wir finden unseren Platz direkt nebenan auf einer kleinen Wiese. ( N 40° 11´20.2″ E 28° 36´41.8″ )

Tagesetappe:   367 km                    Gesamtstrecke:   19.794 km

 
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Verfasst von - 21. März 2016 in Allgemein

 

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