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Von Muscat zum „White Beach“ bei Fins

Ja, es dauert etwas länger, bis es draußen ruhig wird, frei nach Peter Maffay: „Samstag abend in unsrer Straße – ist immer was los !“

„Samstag abend“ ?
Die Kalender in den von uns bereisten Ländern bringen uns schon irre durcheinander, – in Europa und der Türkei „unser“ gregorianischer Kalender, hier hatten wir das Jahr 2015.
In Iran dann der iranische Kalender, mit dem Jahr 1394, er kommt nur in Iran und Afghanistan zur Anwendung, seine Zeitrechnung beginnt mit dem Auszug Mohammeds aus Mekka (der Hidschra) am 16. Juli 622, legt aber das Sonnenjahr mit seinen 365 Tagen zu Grunde, – Wochenende sind Donnerstag und Freitag.
Hier in Oman, sowie in vielen anderen arabischen Ländern gilt mittlerweile zwar auch der „Gregorianische“ als weltlicher Kalender mit dem Jahr 2016, aber auch immer noch der religiös orientierte arabische Kalender, der ebenfalls den Auszug Mohammeds aus Mekka am 16. Juli 622 als Beginn der Zeitrechnung ansieht, sich sonst aber nach dem Mondjahr richtet, und dies ist halt mal nur 354 Tage lang, somit ist jedes Jahr um 11 Tage kürzer, und die arabische Zeitrechnung der Iranischen nun mittlerweile um 42 Jahre voraus, heute ist also der 27. Rabia I im Jahr 1437. Reichlich kompliziert, aber genutzt wird im täglichen Leben, so z.B. auf den Lebensmitteln der gregorianische Kalender, so wie er bei uns auch gehandhabt wird.
Ja, und damit die Konfusion noch ein wenig größer wird, hat der Oman das Wochenende auf Freitag und Samstag gelegt, anstatt wie üblich auf  Donnerstag und Freitag, damit sich die internationale Zusammenarbeit nicht mehr nur auf die Tage Montag, Dienstag und Mittwoch beschränken muß, sondern auch noch der Donnerstag genutzt werden kann.

Also gestern am Donnerstagabend war „Samstagabend“, heute am Freitag dann eigentlich Sonntag und morgen am Samstag ein „Frei-Tag“, sozusagen nachgeholter Sonntag, weil ja „Donnerstag-Samstag“ Arbeitstag war.
Ja, – ich hör schön auf ……..

Am Morgen fahren wir los, die beiden Kreuzfahrtschiffe sind gestern abend noch aus dem Hafen „geschlichen“ und auf dem Ozean verschwunden.
Unser Weg führt uns die nächsten Wochen immer nach Süden, meist an der Küste des Indischen Ozeans entlang, bis nach Salalah.

Von Muscat fahren wir auf die 17, eine gut ausgebaute Autobahn, die mitten durch die Berge hinaus ans Meer führt.
Schon kurz hinter Muscat enden die schönen Parks und Grünanlagen, wir sind wieder mitten in der Wüste, – kein Baum, kein Strauch, – nichts, – nur kahle Berge und Felsen, die Luft ist trocken, 27 Grad, die Sonne brennt.

So geht es mehr als 100 Kilometer, bis dann bei Qurayyat das Meer zu sehen ist, sein herrliches Blau unterbricht das monotone Braun und Rot der Felsen.
Hier draußen fahren wir in eine eher flache Ebene hinein, sandig und steinig, nur vereinzelt stehen dürre Büsche in ihr, – die Berge treten zurück und sind nur noch entfernt am Horizont zu sehen.

Bei Dibab verlassen wir die Autobahn und fahren zur alten Küstenstraße hinüber, die immer direkt am Meer entlang führt, – irgendwann endet der Asphaltbelag, es geht auf Schotter weiter, dafür führt sie uns direkt zu den herrlichsten Flecken des Landes.
In Bamah füllen wir an der örtlichen Wasserstation unseren Tank auf und nur wenige Kilometer weiter, am „White Beach“ lassen wir uns nieder. ( N 22° 57´06.5″ E 059° 11´59.2″ )
Ein herrliches Stück Natur, – türkisblaues Meer, – weißer Sandstrand, – draußen sind die Fischer bei der Arbeit, – viele Einheimische kommen hier heraus um ihr Wochenende zu verbringen, – Zelte stehen am Strand, – es wird gebadet, Wasser 24 Grad, – neben uns kommen junge Leute aus der Stadt an, – aus der schnell installierten Musikanlage kommt flotte Musik, – Arabische, aber auch Internationale, – sie tanzen die ganze Nacht, – es geht lange hoch her,  – eine Strandparty vom Feinsten, sie verstehen zu Feiern.

Neben uns tauchen irgendwann Hanno und Kirstin aus Deutschland auf, die mit einem Mietwagen hier draußen unterwegs sind und auch hier übernachten, – wir setzen uns zusammen, grillen und reden lange, – die Nacht ist wunderbar lau.

Tagesetappe:   161 km                    Gesamtstrecke:   8.687 km

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Verfasst von - 8. Januar 2016 in Allgemein

 

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