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Von Istanbul nach Derince

Am Abend treffen wir noch Ines und Javier aus Barcelona mit ihrem 4 x 4-Mercedes-Bus, sie stehen schon einige Tage hier und fahren ab morgen eine fast gleiche Route wie wir, wir unterhalten uns ein wenig, tauschen Tips und die Telefonnummern aus, dann trennen sich vorerst unsere Wege.
Die Nacht ist schon etwas lauter, hier unten an der Hauptstraße, aber durchaus noch erträglich.

Der Tag begrüßt uns wieder mit Sonnenschein und ein paar Wolken, 21 Grad werden wir heute haben.
Direkt nach dem Frühstück wollen wir los, genug Stadt für uns, wir ziehen weiter Richtung Ankara.

Allerdings muß ich vorher noch eine Prepaid-Karte besorgen, damit wir über die mautpflichtige Brücke nach Asien rüberkönnen, mit Bargeld zahlen geht nicht mehr.
Javier sagte mir gestern, daß man diese Dinger in jedem Postamt kaufen kann, – nun denn, dann kanns ja los gehen.
Nach einigen Kilometern, am Goldenen Horn kann ich vor einer Bushaltestelle anhalten, und laufe schnell mal zur Post, durchfragen dauert ein wenig, die englische Sprache ist nicht wirklich weit verbreitet bei den Menschen hier.
Doch irgendwann bin ich in einem Postamt, und —oh Schreck, -eine Riesenhalle, -30 Schalter, -6 davon besetzt, -ein Wartezettelautomat und reihenweise volle Bänke mit wartender Kundschaft, -ich ziehe mir ein Märkchen, -262 steht drauf, -dran ist gerade die 202, –na Klasse, das kann ja dauern.
Nach einer knappen Stunde bin ich dran, soll ein Formular ausfüllen, das ich nicht lesen kann, die Frau hinter dem Schalter fragt mich Dinge, die ich nicht verstehe, wenigstens steht es Remi zwischen uns, denn was ich zu Ihr sage, versteht sie auch nicht, die Verzweiflung hinter dem Schalter ist mindestens genauso groß, wie die davor, aber zusammen kriegen wir das irgendwie hin und dann hab ich das Ding, kostet 50 Türkische Lira und wird an die Windschutzscheibe geklebt.
Wie man allerdings merken soll, was davon abgebucht wird, oder was noch an Guthaben drauf ist, bzw. wann das Ding evtl. leer ist, davon hab ich keine Ahnung.

Aber erst mal fahren wir.
Weiter durch den Mega-Moloch Istanbul, wir haben stadteinwärts 2 Stunden gebraucht, diese 2 Stunden brauchen wir auch wieder um aus dem Häuser- und Straßenmeer einigermaßen wieder heraus zu kommen.
Dazwischen geht es zuerst über die kleine Galatabrücke und dann etwas später über die große Bosporusbrücke, die das europäische mit dem asiatischen Istanbul verbindet.
Irgendwann sind wir drüben, ganz unspektakulär, und nur ein kleines, unauffälliges Schild heißt uns in Asien willkommen.

Irgendwann später verlassen wir die Autobahn und fahren auf die alte Nationalstraße 100, die auch zweispurig ausgebaut ist, wir suchen nach einer Möglichkeit, endlich mal anhalten zu können, wollen Pause machen, das ist hier gar nicht so einfach.
Doch irgendwann sehen wir draußen ein „kipa-Einkaufszentrum“, die gibt es wohl landesweit, hier in Derince, wie ich später sehe, dort fahren wir hin.
Große Parkplätze vor dem Einkaufszentrum, einkaufen will Heike auch ein wenig, und direkt daneben eine große Rasenfläche, das ist doch optimal für uns und Aspros …..
……und gefällt uns so gut, daß wir spontan beschließen, hier für die Nacht zu bleiben.
( N 40° 45´32.7″ E 029° 51´00.2″ )

Tagesetappe:    116 km                    Gesamtstrecke:   2.809 km

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 24. November 2015 in Allgemein

 

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