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Von Haylat-al-Khrayshifah nach Manah

Die N 31 ist wirklich eine Lebensader quer durch den Oman, von Muscat im Norden nach Salalah im Süden, über 1000 km, immer geradeaus.
Entsprechend viel Verkehr ist auf ihr, und sogar in der Nacht hören wir aus der Ferne immer wieder mal das Rauschen der schweren LKW.

Am Morgen kehren wir auf sie zurück und fahren nach Norden.
Die Landschaft ist weiterhin absolut monoton, ohne viel Abwechslung, – einfach nur einschläfernd.
Doch nach etwa 50 km tauchen am Horizont wieder ein paar hohe Sanddünen auf, endlich mal wieder ein schöner Anblick.
Die Al-Zamayin-Dünen, – dort haben wir vor 15 Jahren übernachtet, allerdings vermuteten wir sie ein ganzes Stück weiter nördlich, bei Al-Ghabab, sonst wären wir gestern noch bis hierher weiter gefahren.
Nun gut, wir fahren natürlich von der Straße ab und hinter diese mächtigen Sandberge, machen eine ausgiebige Rast, – erfreuen uns an deren Schönheit, – gehen ein Stück, – fotografieren, – und Aspros kann noch mal ausgiebig herumtollen.

Beim Herausfahren geraten wir in tiefen Sand, – im Nu steckt der HerrMAN fest, – ich fahre mit viel zu hohem Luftdruck, war zu faul, wegen der paar Meter Luft aus allen vier Reifen abzulassen und dann wenige Minuten später gleich wieder aufzufüllen, das rächt sich nun wohl ?
Ich probiere ein wenig, spiele mit den Pedalen, – und kriege ihn tatsächlich rückwärts wieder frei, kann uns ein ganzes Stück bis zur nächsten festen Stelle rauswühlen, dann geht es locker und sicher weiter.

Zurück auf der N 31 wird es sofort wieder monoton, die Dünen sind nur wenige Kilometer sichtbar.
Draußen in der Wüste ist ein schöner, palmenumstandener See sichtbar, – natürlich ist das eine Fata Morgana, – in diesen flachen und heißen Wüsten kann man diese Luftspiegelungen immer wieder schön deutlich sehen.
Erst nach etwa 150 Kilometern sehen wir die erste Ansiedlung, das Städtchen Al-Ghabab, die N 31 führt uns daran vorbei.
Nach weiteren 100 Kilometern hat dann die Monotonie endlich ein Ende, – wird auch wirklich Zeit, – macht ja depressiv, diese absolute Leere.
Am Horizont tauchen die 1000 Meter hohen Berge des „Jabal Salakh“ auf und später bleibt es gebirgig, wir nähern uns Adam und danach Nizwah, sind damit wieder im nördlichen Oman angelangt, mit seinen wunderschönen, bis zu 3000 Metern hohen Gebirgen, das ist doch mal eine ganz andere Landschaft, einfach schön anzusehen.

Kurz vor Nizwah, in dem Ort Manah gibt es ein altes Stadtviertel ganz aus Lehm, längst verlassen und dem Verfall preisgegeben, aber in vielen Teilen immer noch ganz gut erhalten, wir haben uns das vor 15 Jahren mit Begeisterung angesehen, sogar eine alte Moschee steht mittendrin und ist noch in ganz gutem Zustand gewesen.
Wir fahren durch die engen Gassen, die sich durch die Palmengärten und zwischen den Häusern hindurchschlängeln bis dort hin.
Als wir ankommen, sind die alten Stadttore mit Holzplatten zugestellt, das alte Stadtviertel ist seit 2008 nicht mehr zugänglich, offensichtlich ist es dort mittlerweile zu gefährlich geworden. Allerdings gibt es für die Zukunft Hoffnung, denn die Mauern, Häuser und Türme werden fleißig renoviert und bleiben so der Nachwelt erhalten, in einigen Jahren wird man sie wieder besichtigen können, schöner und besser denn je.

Außerhalb des Ortes, in der Nähe eines kleinen Parks finden wir in einem kleinen Akazienwäldchen unseren heutigen Übernachtungsplatz. ( N 22° 48´44.9″ E 057° 34´12.8″ )

Tagesetappe:   294 km                    Gesamtstrecke:   11.971 km

 
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Verfasst von - 8. Februar 2016 in Allgemein

 

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