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Schlagwort-Archive: Piraeus

Von Piräus nach Patras

Um sechs Uhr in der Früh erreichen wir den Hafen von Piräus und suchen uns einen ruhigen Platz zum Frühstücken.
Auf der Fahrt durch das Hafengelände passieren wir den Liegeplatz, an dem die „Panagia Tinos“ vor einigen Tagen hier im Hafen gesunken ist.
Wenig später kommen wir unvermittelt wieder mitten in das Flüchtlingsdrama.
Piräus beherbergt noch immer etwa 2.500 gestrandete Flüchtlinge, die in kleinen Zelten und in einer alten Halle untergekommen sind, mittlerweile sind Sanitärcontainer und Dixi-Toiletten aufgestellt worden, eine Bretterbude dient als Essensausgabe, die Hafenpolizei patroullliert verstärkt, an vielen Stellen stehen deren Fahrzeuge und Wachposten. Mitarbeiter vom Roten Kreuz und der Einwanderungsbehörde haben in Containern provisorische Büros eingerichtet und kümmern sich um die Menschen und den Schreibkram der Asylverfahren.
Von unserem Parkplatz aus können wir zusehen, wie das Camp langsam erwacht und die Menschen den Tag beginnen, – mit einem jungen Mann haben wir kurz gesprochen, er hat seine Heimat Afghanistan verlassen und möchte nach Westeuropa weiterziehen, – wie die meisten hier.

Gegen 10 Uhr fahren wir dann los, – in Athen nutzen wir die günstigen Dieselpreise und tanken randvoll, es soll bis nach Hause reichen.
Die Fahrt durch die Stadt ist um diese Zeit keine wirkliche Herausforderung, – die Autobahn ist gut ausgebaut und führt uns über Korinth am gleichnamigen Golf entlang nach Patras.
An mittlerweile drei Mautstellen zahlen wir insgesamt knappe 20 Euro für die 230 Kilometer, – etwa 100 davon sind immer noch eine Megabaustelle, – mittlerweile sind jedoch Fortschritte zu sehen.
Das Wetter ist ganz in Ordnung, um die 24 Grad und Sonnenschein sind zum Reisen recht angenehm.

In Patras angekommen, möchte ich mit unseren bereits im Herbst gekauften Tickets auf die 17.30 Uhr Fähre nach Ancona einchecken, – das wird jedoch nichts.
Irgendwie ist hier heute der Teufel los, – man teilt mir mit, daß die Fähre heute ausgebucht ist, – morgen auch, – und übermorgen auch,  – erst am Freitag können wir mitkommen, – na Klasse !
Freitag ! – Am Freitag abend wollen wir doch bereits auf der „Abenteuer Allrad“ in Bad Kissingen sein. (www.abenteuer-allrad.de)
Nun ist guter Rat teuer, – die Fähre nach Venedig ist ebenfalls ausgebucht, – für die Fahrt über Land, also Serbien und Ungarn, ist die Zeit nun auch zu knapp.
Ich könnte heute um 18 Uhr noch mit der Fähre rüber nach Bari, teilt mir die nette Dame vom Schalter mit. Oh Gott, – lieber nicht, das hatten wir schon mal, sind 500 Kilometer mehr in Italien zu fahren.
Als sie mir dann allerdings sagt, daß die Fähre bereits frühs um 10 Uhr ankommt, die Ancona-Fähre aber erst abends gegen 17 Uhr, wittere ich Morgenluft und schlage zu.
Also fahren wir heute noch los und sind morgen früh in Bari.
Wir checken ein, fahren durch die Sicherheitskontrolle und rüber zur Fähre, die bereits mit dem Laden begonnen hat.

Die Flüchtlingssituation hier in Patras hat sich im Vergleich zu unserer letzten Überfahrt im Mai 2015 wesentlich gebessert, es sind zwar immer wieder vereinzelt Flüchtlinge zu sehen, die auf der Suche nach einer illegalen Überfahrt sind, – die Massen allerdings, die wir in 2015 gesehen haben, sind offensichtlich Vergangenheit.

Gegen 18 Uhr legt die Fähre ab, wir haben „Camping an Bord“ gebucht und stehen auf dem Oberdeck, hier können wir in unserem HerrMAN übernachten, das ist optimal.

Tagesetappe:   230 km                    Gesamtstrecke:   21.421 km

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Verfasst von - 24. Mai 2016 in Allgemein

 

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Von Piräus nach Frangokastello

Auch die Fähre ist ziemlich leer in dieser Nacht, – gut für uns, – so sind ganz vernünftige Decks-Plätze im Inneren zu kriegen.

Gegen 6 Uhr in der Früh kommen wir in Chania an.
Wenigstens ist hier der Himmel blau und auch die Temperatur von 16 Grad um diese frühe Zeit gibt Hoffnung auf besseres Wetter.
Wir bleiben noch ein paar Stunden im Hafen stehen, bis die Geschäfte in der Stadt offen haben, kaufen ein wenig ein und fahren dann über die Berge in den Süden.

Die Insel ist herrlich grün, überall blühen bunte Blumen, der blühende Ginster zeichnet gelbe Flecken in die grüne Landschaft, – Orangen und Zitronen hängen an den Bäumen, – die Berge sind schon weitgehend schneefrei.
Wir fahren die Nationalstraße nach Osten, bis Vrysses und dann über die Berge nach Chora Sfakion, oben in der Askifou-Hochebene wird es noch mal 11 Grad kalt, erst als wir auf der Südseite die mächtigen Serpentinen hinter uns gelassen haben, erreichen wir wieder 18 Grad.
Naja, noch nicht gerade Sommer, aber der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage schon 25 Grad voraus, – das wird, – wenigstens ist schon mal der Himmel blau.

Hier endet vorläufig unsere Iran-VAE-Oman-Reise, wir bleiben die nächsten 8 Wochen hier, spannen ein wenig aus, erholen uns von der doch recht anstrengenden Fahrt der letzten Wochen, versuchen, die unzähligen Eindrücke zu verarbeiten, sichten und sortieren unsere fast 12.000 Bilder.
Ende Mai werden wir dann die letzte Etappe nach Deutschland zurücklegen.

Tagesetappe:   80 km                    Gesamtstrecke:   21.051 km

 
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Verfasst von - 26. März 2016 in Allgemein

 

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Von Nea Anchialos nach Piräus

Der Morgen macht Hoffnung, die Sonne kommt ein wenig raus, mit 15 Grad wird auch die Temperatur angenehmer.
Zu einem Spaziergang durch den kleinen Hafen reicht es allemal, – die Fischer sind bereits zurückgekehrt.

Dann fahren wir weiter, zurück auf die E 75 und immer nach Süden.
Die Landschaft ist griechisch, ganze Wälder aus Olivenbäumen stehen rechts und links der Straße, – dazwischen immer wieder auch Obstbaumplantagen.
Allerdings ist die Morgensonne schon wieder verschwunden und immer wieder mal regnet es von einem tiefschwarz verhängten Himmel, und auch die Temperatur geht bis auf 11 Grad zurück, – von wegen „südliches Wetter“, das wird ja immer schlechter.

Unterwegs wundern wir uns, daß entlang der Straße die meisten Firmen geschlossen sind, – Hoftore sind zugeschoben, – niemand ist am Arbeiten, – überall ist so überhaupt nichts los. Schon heute morgen in Nea Anchialos waren die Geschäfte noch geschlossen. Was geht hier ab in Griechenland ?
Später im Hafen von Piräus erfahren wir, daß heute Nationalfeiertag in Griechenland ist, – Unabhängigkeitstag, – der 25. März 1821 markiert den Beginn der griechischen Revolution, der das Ende einer mehr als 350-jährigen osmanischen Besetzung bedeutete. Dies wird landesweit mit Gedenkveranstaltungen und einer großen Militärparade in Athen gefeiert.

So haben wir Glück, als wir nach Athen einfahren. Diese Megastadt, die meist total mit Autos zugestopft ist, ist heute total leer, die Straßen frei, kaum jemand ist unterwegs.
So haben wir Athen noch nie gesehen, und im Nu sind wir im Hafen von Piräus.
Auf der griechischen Autobahn wurden wir heute übrigens wieder kräftig zur Kasse gebeten, wir haben wieder über 40 Euro an Maut gezahlt, also in der Summe fast 100 Euro für die Strecke von der türkischen Grenze bis Athen, das ist ganz schön happig.

Im Hafen von Piräus holen wir uns die Tickets für die Überfahrt nach Chania auf Kreta, die Fähre geht um 21 Uhr, die Tickets kosten etwa 220 Euro. ( N 37° 56´55.5″ E 23° 38´11.1″ )
Dann drehen wir eine Runde durch den Hafen, wollen auf einen Platz an der Mole, an dem wir immer Pause machen und den ein- und ausfahrenden Schiffen zusehen.
Daraus wird allerdings nichts, – der Hafen ist bis auf den letzten Platz mit kleinen Zelten zugestellt, – tausende Flüchtlinge sind hier gestrandet, seit die Grenze nach FYROM dicht gemacht wurde, – Kinder spielen auf der Straße, – Frauen hängen Wäsche an die Zäune, – Jugendliche kicken mit einem Fußball, – die Durchfahrtstraße ist halbseitig gesperrt, um noch mehr Platz zu schaffen, – die meisten Zelte haben dem Regen wohl nicht standgehalten, sie sind zusätzlich mit Plastikfolien abgedeckt, – viele Zelte stehen in den Bus-Wartehäuschen oder unter einer Straßenüberführung, -wir sehen Hilfsorganisationen, die sich um die Menschen kümmern, – am Abend kann ich vom Deck der Fähre bei der Essensausgabe zusehen, die dort direkt neben dem Schiff im Freien stattfindet.

Tagesetappe:   313 km                    Gesamtstrecke:   20.971 km

 
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Verfasst von - 25. März 2016 in Allgemein

 

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Von Ancona (Italien) nach Piraeus (Griechenland)

Die Adria liegt sommerlich ruhig, die Fähre dümpelt vor sich hin.
Mit einem Bummel durch die Decks und ein wenig Flanieren auf dem sonnigen Oberdeck vertreiben wir uns die Zeit bis die Fähre am Nachmittag gegen 15.30 Uhr im griechischen Hafen Patras am Korinthischen Golf anlegt.

Es ist knallig heiß, 36 Grad, zum Fahren ziemlich heftig.
Doch da müssen wir jetzt durch.
Unsere Kreta-Fähre nach Chania geht schon heute abend um 22.00 Uhr ab Piraeus, das sind gute 200 Kilometer quer über den Peleponnes.
Knapp die Hälfte der Strecke ist seit einigen Jahren Baustelle und auf 60 km/h beschränkt.
Trotzdem haben wir genug Zeit, selbst für einige kurze Pausen reicht sie, so besichtigen wir zum Beispiel den legendären Kanal von Korinth.

Gegen Abend kommen wir nach Athen, sind auch relativ schnell durch und im Hafen von Piraeus.
( N 37°56´29.9″ E 023°37´51.6″ )
Die Kreta-Fähren bieten leider kein „Caming on bord“, so gibt es halt auf dem Boden des Oberdecks eine etwas harte Nacht im Schlafsack, Aspros und Pantelis, unser Kater, können nicht im Wohnmobil bleiben, im Bauch der Fähre sind es 40 Grad und mehr.

Tagesetappe:   218 km                    Gesamtstrecke:   1.311 km

 
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Verfasst von - 1. September 2015 in Allgemein

 

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