RSS

Schlagwort-Archive: Wadam as Sahil

Von Wadam as Sahil nach Sohar

In der Nacht kommt Wind auf, er bläst ziemlich stark übers Meer, – kalt ist er nicht, aber unangenehm, – er wirbelt immer wieder Sand und Staub auf und jagt ihn durch die Luft.

Gegen 10 Uhr fahren wir weiter.
Wir nehmen bewußt nicht die Schnellstraße 01, sondern fahren die schmale Asphaltstraße, die ganz draußen am Meer entlanggeht.
Sie führt durch die kleinen Fischerdörfer, meist direkt am Strand entlang, – gelegentlich sind kurze Stücke über eine Sandpiste zu fahren.

So kriegen wir einen schönen Einblick in die alten Dörfer und in das tägliche Treiben der Fischer.
Zum Teil sieht es „wüst“ aus hier draußen, die kleinen Boote liegen direkt am Strand, alle Utensilien, die die Fischer so brauchen direkt daneben, Netze, Anker, Seile, alte Kübel und Styroporkisten, – mit Winden oder uralten Pickups lassen sie ihre Boote zu Wasser oder ziehen sie wieder an Land.
Natürlich liegt auch viel Unrat zwischen den einzelnen Fischerhütten, leider ist die gesamte Gegend hier oben, nordwestlich von Muskat bis hoch nach Sohar heftig vermüllt, das ist schade, gerade weil dort unten in der Capital Area alles so vorbildlich sauber gewesen ist.

Zudem werden hier entlang des Meeres unglaublich viele alte Häuser abgerissen, wieso oder warum das so ist, wissen wir nicht, es fällt allerdings auf, daß über zig Kilometer viele kleine Häuser verlassen oder gar schon eingefallen sind. Das ist natürlich zudem kein wirklich schöner Anblick.
Nur wenige Meter weiter im Hinterland entstehen dafür unglaublich viele neue, wunderschöne Häuser, fast palastähnlich, wie wir sie im gesamten Land gesehen haben.

Heute ist Freitag, also moslemischer Sonntag, und überall in den Dörfern findet das Freitagsgebet statt, überall an den Moscheen herrscht Hochbetrieb, eine Unzahl an Autos steht davor, – wir hören im Vorbeifahren die Worte des Muezzin durch die Lautsprecher.
Die Omanis sind ja eigentlich immer blitzsauber gekleidet, mit ihren weißen Dishdashas und ihren Kopftüchern, aber heute strahlen sie noch weißer im Sonnenlicht, – ja, und ihr werdet es nicht glauben, – die angenehmen Duftwolken, die sie hinter sich herziehen, strömen durch die offenen Autofenster bis zu uns herein, – es ist unglaublich.

Bis Saham fahren wir immer draußen am Meer entlang, es zieht sich unheimlich in die Länge, ist aber hochinteressant.
Dann fahren wir auf die Schnellstraße 01 und sind im Nu in Sohar, Heike will noch einige Sachen im Supermarkt einkaufen, dann ist auch der Tag schon wieder um.
Mit der Einfahrt nach Sohar wandelt sich das Straßenbild schlagartig, alles ist wieder ordentlich angelegt, Palmen und gußeiserne Laternenmasten säumen die Straßen, parkähnliche Flächen sind angelegt, Blumenbeete und Rasenflächen schmücken die Stadt.
Wir fahren hinaus zum Sallan-Park, direkt am ewig langen Sandstrand der Stadt gelegen, zwischen Radisson und Sohar-Beach Hotel gelegen.
Dort ist heute verdammt viel los, wir verziehen uns ein wenig nach draußen, wenige Meter neben dem Radisson-Hotel bleiben wir für die Nacht am Strand stehen.
Es windet noch immer und feiner Sand wirbelt heftig durch die Luft. ( N 24° 24´39.9″ E 056° 42´50.9″ )

Tagesetappe:   133 km                    Gesamtstrecke:   12.611 km

Werbeanzeigen
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 12. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , ,

Vom Wadi Bani Awf nach Wadam as Sahil

Beim Abendspaziergang mit Aspros entdeckt Heike ein Stück weiter, neben dem Bolzplatz für die Kinder ein kleines Häuschen mit Wasserleitungsanschluß, ganz offen, unbewohnt und sogar mit einer Dusche ausgestattet. Sie nutzt die Gunst der Stunde und macht noch ein wenig kleine Wäsche.

Die Nacht ist unheimlich still hier oben in den Bergen, eine solch fast unheimliche Ruhe hatten wir schon lange nicht mehr.
Die Sonne schaut heute erst spät über die Berggipfel ins Wadi, trotzdem ist unsere Wäsche schon gegen 10 Uhr trocken und eingepackt, wir können los.

Noch ungefähr zwei Kilometer geht es auf Asphalt das Wadi hinauf, dann führt eine Schotterpiste weiter, die sich später an einem Wegweiser gabelt.
Der Wegweiser ist der Hit !
Hier draussen, komplett am Ende der Welt, wo es nur noch Schotterwege gibt, steht so ein Monster-Wegweiser, – und schaut Euch mal die Entfernungen nach Dhaboot und Al Gefr an !?
Wir nehmen die rechte Spur und fahren 16 Kilometer im ausgetrockneten Flußbett durch ein schönes Tal mit großen Bäumen und an beiden Seiten hoch aufragenden Felsen, der Weg ist recht anständig zu fahren, es staubt zwar heftig, – das aber nur hinter uns. An einer Stelle ist das Flußbett zu eng für den Weg, er führt ein kurzes Stück steil den Berg hinauf und auf der anderen Seite gleich wieder hinunter, an einer anderen Stelle führt er durch einen engen Felsspalt, zwei Fahrzeuge passen hier nicht durch.

Dann erreichen wir den Wadi Sahtan, zunächst gibt es einen Ort und eine asphaltierte Straße, die allerdings wadiabwärts schnell endet und als Schotterstraße durch den engen Wadi führt. Auch hier steil aufragende Felswände auf beiden Seiten, immer wieder sind rechts oder links des Weges schöne Palmengärten zu sehen.
Hier wird gerade die neue Straße durchgezogen, mächtige Betonstützmauern lehnen sich gegen die Felswände, sie müssen der gelegentlichen Sturzflut im Wadi standhalten.

Nach etwa 15 km sind wir durch und kommen auf die 10, später auf die 13, die uns nach Rustaq führt.
In Rustaq gibt es wieder ein mächtiges Fort, frisch renoviert und schön anzusehen.
Seht uns nach, wenn wir mittlerweile die Forts nicht mehr von innen anschauen, – ja, – jedes Einzelne hat es verdient, – aber nach dem 17. Fort ist es dann doch irgendwie genug und wir begnügen uns mit einem Blick und einem Rundgang von außen.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant unterhalb des Forts fahren wir die 13 zurück auf die 11 und weiter in Richtung Meer.
Auf halber Strecke kommen wir durch Al Hazm, auch hier das übliche, aber nicht weniger schöne Fort, – ein kurzer Stop, – ein Blick, – ein Rundgang, – Foto und weiter.

Über die sehr gut ausgebaute 11 erreichen wir bei Al-Masnaah den Omanischen Golf, hier irgendwo wollen wir übernachten.
Wir fahren kurz durch das kleine Fischerdorf Wadam-as-Sahil, dort finden wir einen Stellplatz direkt am Strand, ein wenig außerhalb und ziemlich ruhig.
Heute ist wieder „Samstagabend“ und viele Omanis kommen heraus an den Strand, gehen spazieren, joggen, knattern mit dem Quad den Strand entlang oder lassen sich zum Essen und plaudern mit Freunden an einem Lagerfeuer nieder. Manche haben ein Zelt dabei und bleiben über Nacht. ( N 23° 48´05.1″ E 057° 34´42.5″)

Tagesetappe:   115 km                    Gesamtstrecke:   12.478 km

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 11. Februar 2016 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , ,