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Vom Wadi Bani Awf nach Wadam as Sahil

Beim Abendspaziergang mit Aspros entdeckt Heike ein Stück weiter, neben dem Bolzplatz für die Kinder ein kleines Häuschen mit Wasserleitungsanschluß, ganz offen, unbewohnt und sogar mit einer Dusche ausgestattet. Sie nutzt die Gunst der Stunde und macht noch ein wenig kleine Wäsche.

Die Nacht ist unheimlich still hier oben in den Bergen, eine solch fast unheimliche Ruhe hatten wir schon lange nicht mehr.
Die Sonne schaut heute erst spät über die Berggipfel ins Wadi, trotzdem ist unsere Wäsche schon gegen 10 Uhr trocken und eingepackt, wir können los.

Noch ungefähr zwei Kilometer geht es auf Asphalt das Wadi hinauf, dann führt eine Schotterpiste weiter, die sich später an einem Wegweiser gabelt.
Der Wegweiser ist der Hit !
Hier draussen, komplett am Ende der Welt, wo es nur noch Schotterwege gibt, steht so ein Monster-Wegweiser, – und schaut Euch mal die Entfernungen nach Dhaboot und Al Gefr an !?
Wir nehmen die rechte Spur und fahren 16 Kilometer im ausgetrockneten Flußbett durch ein schönes Tal mit großen Bäumen und an beiden Seiten hoch aufragenden Felsen, der Weg ist recht anständig zu fahren, es staubt zwar heftig, – das aber nur hinter uns. An einer Stelle ist das Flußbett zu eng für den Weg, er führt ein kurzes Stück steil den Berg hinauf und auf der anderen Seite gleich wieder hinunter, an einer anderen Stelle führt er durch einen engen Felsspalt, zwei Fahrzeuge passen hier nicht durch.

Dann erreichen wir den Wadi Sahtan, zunächst gibt es einen Ort und eine asphaltierte Straße, die allerdings wadiabwärts schnell endet und als Schotterstraße durch den engen Wadi führt. Auch hier steil aufragende Felswände auf beiden Seiten, immer wieder sind rechts oder links des Weges schöne Palmengärten zu sehen.
Hier wird gerade die neue Straße durchgezogen, mächtige Betonstützmauern lehnen sich gegen die Felswände, sie müssen der gelegentlichen Sturzflut im Wadi standhalten.

Nach etwa 15 km sind wir durch und kommen auf die 10, später auf die 13, die uns nach Rustaq führt.
In Rustaq gibt es wieder ein mächtiges Fort, frisch renoviert und schön anzusehen.
Seht uns nach, wenn wir mittlerweile die Forts nicht mehr von innen anschauen, – ja, – jedes Einzelne hat es verdient, – aber nach dem 17. Fort ist es dann doch irgendwie genug und wir begnügen uns mit einem Blick und einem Rundgang von außen.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant unterhalb des Forts fahren wir die 13 zurück auf die 11 und weiter in Richtung Meer.
Auf halber Strecke kommen wir durch Al Hazm, auch hier das übliche, aber nicht weniger schöne Fort, – ein kurzer Stop, – ein Blick, – ein Rundgang, – Foto und weiter.

Über die sehr gut ausgebaute 11 erreichen wir bei Al-Masnaah den Omanischen Golf, hier irgendwo wollen wir übernachten.
Wir fahren kurz durch das kleine Fischerdorf Wadam-as-Sahil, dort finden wir einen Stellplatz direkt am Strand, ein wenig außerhalb und ziemlich ruhig.
Heute ist wieder „Samstagabend“ und viele Omanis kommen heraus an den Strand, gehen spazieren, joggen, knattern mit dem Quad den Strand entlang oder lassen sich zum Essen und plaudern mit Freunden an einem Lagerfeuer nieder. Manche haben ein Zelt dabei und bleiben über Nacht. ( N 23° 48´05.1″ E 057° 34´42.5″)

Tagesetappe:   115 km                    Gesamtstrecke:   12.478 km

 
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Verfasst von - 11. Februar 2016 in Allgemein

 

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Von Muscat ins Wadi Bani Awf

Das Wecken heute früh ist etwas unsanft.
Zwischen unserem Stellplatz und dem kleinen Felsen dahinter ist ein kleines Stück Brachland, – ausgerechnet heute früh wird das nun mit einem Radlader bearbeitet und dann frisch angesät, um 7 Uhr wird es direkt neben unserem Bett ziemlich laut, der Bagger brummt heftig, die Bauarbeiter rufen sich irgendwelche Dinge zu, – aus, – vorbei mit der Nachtruhe, – naja ist eh Zeit zum Aufstehen.

Heute steht die Besichtigung der Sultan-Qaboos-Moschee auf dem Programm, das muß bis 11 Uhr erledigt sein, danach ist sie für Besucher geschlossen.
Welch ein Bauwerk:
Schon die Außenanlage ist sehenswert, – der Park ist wunderbar angelegt, – ein Kunstwerk, – Bäume, – Sträucher, – Blumen und Rasen, alles ist tip top gepflegt, – ganze Heerscharen von Gärtnern pflegen das faszinierend schöne Ensemble.
Die Moschee aus rotem Sandstein und weißem Marmor, – erst im Jahr 2001 eingeweiht, – sie kann 20.000 Gläubige gleichzeitig aufnehmen, schon das zeigt die Dimension dieses Gebäudes, – die 5 Minarette versinnbildlichen die 5 Säulen das Islam, – Sultan Qaboos selbst möchte, daß sie auch für Nichtmuslime zugänglich bleibt, die Omanis mögen es multikulturell.
Die große Gebetshalle übertrifft fast alles bisher Gesehene, – weißer Marmor überall, – schöne Mosaiken und vergoldete Holzdecken, – in der Mitte die 50 Meter hohe Kuppel.
Als Besonderheiten gelten der 4.200 qm große Teppich aus Millionen von Knoten, der 21 Tonnen wiegen soll und an dem angeblich 600 Frauen aus dem Iran vier Jahre lang geknüpft haben, und der riesige Kristallleuchter, der mit 8 Metern Durchmesser und 14 Metern Höhe lange Zeit als der größte der Welt galt.

Dann verlassen wir Muscat, diese wirklich megaschöne Stadt, und die Capital Area, über 80 Kilometer lang ist sie mittlerweile, und wächst und wächst, – immer weiter.
Wir fahren über Seeb nach Barka und dann auf die 13, noch einmal ein kleines Stück nach Süden.
Durch die schnelle Visaerteilung haben wir nun ja einige Tage Zeit „geschenkt“ bekommen, die nutzen wir, um uns die Forts und Wadis auf die Nordseite des Jabal-al-Akhdar-Gebirges anzuschauen.

Zunächst fahren wir nach Nakhl mit seinem riesigen Fort.
Mächtig thront es auf einem Felsen vor der prächtigen Kulisse des 2000 Meter hohen Jabal-Nakhl-Gebirges.
Gebaut wurde es wohl schon in der vorislamischen Zeit und dann über viele Jahrhunderte immer wieder vergrößert, bis es im 19. Jahrhundert seine heutige Größe erreicht hatte. Von seinen Zinnen hat man einen schönen Blick hinaus auf die vielen Palmenhaine, die die Stadt umgeben.

Auf der 13 fahren wir weiter Richtung Rustaq, 11 Kilometer vor der Stadt biegen wir links hinein in das Wadi Bani Awf.
Mittlerweile ist auch dieses Wadi von einer Asphaltstraße durchzogen.
Mitten im Wadi, zwischen den steil aufsteigenden Felswänden des Jabal-al-Akhdar finden wir einen schönen Stellplatz für die Nacht. ( N 23° 16´29.6″ E 057° 27´31.6″ )

Tagesetappe:   172 km                    Gesamtstrecke:   12.363 km

 
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Verfasst von - 10. Februar 2016 in Allgemein

 

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